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tragen, sich gerades Weges dahin zu verfügen, unddie Werke für königliche Rechnung zu bearbeiten, unddarinn der Anweisung eines herumwandernden Mönchszu folgen, der kürzlich von America zurückgekommenwar, und wegen seiner geglaubten Kenntniß vom Berg.bau zum Oberingenieur bestellet wurde. Ckrillolängte 1695 zu Guadalcänal an, und Gdmezwurde, wie gesagt, eingezogen. Er fuhr sodann inseinem Auftrag mit aller Ueberlegung und Förmlichkeitder Gefehe fort, fertigte Befehle aus, und vervielfäl-tigte sie mit jedem Schritt. Man fieng an, pozo ricoauszutrocknen, kam aber nie weiter bis zu der drittenStolle. Krankheit, Geldmangel und andre Hinder-nisse vereitelten alle ihre Versuche. Diese berühmteMine wurde noch einmal verlassen, und LariUo giengmit seinem Gefolge nach Madrid zurück.
Der Tod Rarls des Zweyten, des letzten spa-nischen Monarchen aus dem Hause Oesterreich, undder darauf folgende Krieg, unterbrach alle weitere Un-ternehmungen, bis 1725 zu Madrid eine neue Ge-sellschaft mit neuer Erwartung eines glücklichen Erfolgserrichtet wurde. Noch einmal versuchte man, pozorico vom Wasser zu befreyen, aber alle Arbeit warfruchtlos. In dieser Verlegenheit schien ein neuer Licht-stral die dunkeln Gange dieser Mine zu durchdringen,die niedergeschlagnen Gemüther der gegenwärtigen Un-ternehmer aufzurichten, und sie aus einem trostlosenKummer zu der feurigsten Erwartung zu erheben. DiePerson, welche diese große Veränderung hervorbrachte,war eine englische Dame von einem hohen Stande.Im Jahr 1723 kam Lady Marie Herbert , desMarquis von porvis Tochter, von Paris nach Ma-drid. Sie hatte dort an den Mississippi-EntwürfenAntheil gehabt, und durch ihre Bekanntschaft mit demberühmten Herrn Law ihre Talente und natürliche Nei-gung