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Der Anbau der Barillx ist dun Ansehen nach zuAlicante schon seit undenklichen -Jahren getrieben.Schon Herr James Holwel giebt in einem aus Ali-canre den 27 März 1621 an Lhristophcr IoncsEsq. geschriebnen Briefe folgende Nachricht davon.„Ich bin nun, Gott sey Dank, in Alicante "angelangt,„welches der Hauptgegenstand meiner Reise nach Spa-nien war; denn ich soll von hier an Robert Man-gel zum Krystallglasmachen eine Waare senden, die„Barille genannt wird. Dieses ist eine seltsame Art„von Pflanzen, und wächst an keinem Ort der Welt in„solcher Vollkommenheit als hier. Die Venetianer„holen es von hier, und es ist eine Waare, von wel-„cher diese Seestadt beyNahe'lebt; denn es ist eine Sa-„che, die zu der besten kastilianischen Seife gebraucht„wird. Es ist eine runde, dicke, erdigte Staude^ wel-'che Beeren wie Preiselbeeren, von einer Farbe , Fie"zwischen blau und grün fällt, tragt. Sie lieHt dicht„an der Erde, und wenn sie reif ist, so wird sie mic.dekV„Wurzel aufgezogen und in Haufen gelegt, fvo man'„sie einige Tage wie Heu trocknen läßt. Alsdann macht„man eine Grube, eine Klafter tief in die Erde, nigimt„die Büschel mit einem Instrument wie unsere Heu-,igabel, und hält sie ans Feuer; wenn nun die FlaMme„an die Beeren kömmt, so schmelzen sie, lösen'fich in„ein himmelblaues Wasser auf, urid fallen in die Grube,„bis sie voll ist. Hierauf wird solche Zugedämmct, und"„erst nach einigen Tagen geöffnet. Alsdann findet sich„das Wasser in einen blauen Stein verwandelt, der so„hart ist, daß er sich kaum hämmern läßt. Die Tonne„wird um hundert Kronen verkauft, ich erhielt sie aber„um einen wohlfeilem Preis. Es giebt auch eine un-„achte Art, die Gazul genannt wird, und hier eben-„falls wächst: aber das davon verfertigte Glas ist nicht„so dursichtig und klar. Nun bin ich drey Monate hier
»gewe-