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Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
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176
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Ich fand in diesem Felsen auch ein Stück Stein, grö-ßer als eine Faust, welches eine versteinerte Muschelund ein Stückchen undurchsichtigen Ambra enthielt, dasdem Geigenharz ähnlich sah, zwischen denen eine Zinn-oberader, so fein wie ein Faden, durchlief. Wenn ichdieNatur dieser Materien betrachte, nämlich des Gyp-ses, der Versteinerungen und des Zinnobers, so ver-muthe ich, daß letzterer später erzeugt worden.

Dicht bey dem Hafen Gt.paul sind Ruinen einesrömischen Gebäudes, und vor einigen Jahren wurdeein Ziegelofen und einige Münzen vom Kaiser August,einen Büchsenschuß vom Meere entdeckt. Diese Ent-deckung bestätigt, daß das Meer auf dieser Seite sehrwenig zurückgetreten ist.

Sechzehnter Brief.

Straße von Alicante nach Valenzia.

H^ie schönen Gegenstände, welche einem Reisenden,der von Alicante nach Valenzia geht, in dieAugen fallen, sind so zahlreich, und die Hand der Na-tur ist allenthalben so verschwenderisch gewesen, daß einSchriftsteller ungemeine Geschicklichkeit besitzen muß,wenn er einem so lebhaften Gemälde Gerechtigkeit wi-derfahren lassen, oder ein so bezauberndes, mit allenkostbaren Producten bereichertes Thal, mit ächten Far-ben schildern will. Wenn man von Alicante nach die-sem fruchtbaren Lande geht, hat man zuerst das ange-nehme Dorf Ibi zu beobachten, wo man eine großeAnzahl Mandelbäume sinket, die auf wilden Stämmengeimpfet sind. Dadurch, und durch das milde Klimaerhält diese Frucht einen Vorzug vor allen Mandeln in

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