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Spanien. Die Mandeln dieser Gegend haben eineglatte Schale, und können sich acht bis zehn Jahre hat.ten, da die gewöhnlichen Mandeln bald ranzig wer«den *). In den nahen Gebirgen finden sich sehr vieleScharlacheichen, Terpentin, Mastix*«'), Wacholder,Sevenbaum, Ladanum gebende Cisten, Cisten mitRosmarinblätkern, Hauhechel und niedrigstammigeFichten. Der Rosmarin wächst hier im Uebersiuß;daher ist auch der Honig dieses Landes so vortrefflichund so hoch geachtet, daß er als etwas delicakeS aus-wärts, und besonders nach Rom, versandt wird. Hiexfindet man auch die Schneebehalter zum Gebrauch derStadt Alicanre.
Zwischen Ibi und Biar bleiben die Berge talk-artig : aber auf dem halben Wege findet man viel Kie-sel, aus denen die Flintensteine gemacht werden. VonBiar kamen wir südöstlich nach Villena, und sahenunterwegs verschiedene große Alabasteradern in einerBergart von weißen talkartigen FelsensteineN. Auch
ist
*) Dieses ist jli viel gesagt, oder man müßte in Spaniendie Kunst verstehen, sie besonders zu eonserviren DieValenzmandeln, welch« nach Deutschland kommen, wer«den nach höchstens zwey Jahren eben so gut ranzig alsdie andern Sorten. U.
*') Der spanische Lentiscus ist von dem wahren lrvantischenMastixbaum, vott welchem der Mastix gesammlet wird>sehr verschieden. Miller beschreibt ihn recht gut in sei«ncm Gärtnerlexicon, und klagt» daß diese Bäume vonden mrhrcsten botanischen Schriftstellern verwechselt, undsogar von Tourneforr, der an dem Ort war, wo detzMastix grsammlet wird, nicht unterschieden worden. DiaSpanier folgen noch der alten Gewohnheit der Römer,aus dem kentiscits Zahnstocher zu machen, wovon Mak«lialsagt:
l-eniileum rneliui, leä 1! ribi franse» culpirOetuerir, seinem penna levare polest.
V. Theil. M