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Stevzehmer Brief.
Beobachtungen in der Stadt und den Gegendenvon Valenzia,
chönes Valencia! wie soll ich deine glänzenden
Schönheiten beschreiben, oder von dem unend-lichen Ruhm, der dich schmücket, reden. Wenn be-rühmte Baumeister deine Hauptstadt nicht mit prächti-gen Palästen geschmückt, oder deinen Gassen eine an-genehmere Gestalt gegeben haben, so sey zufrieden, daßder große Baumeister der Welt unzählige WohlthatenÜber dich ausgeschüttet hat, deine Glückseligkeit voll-kommen und dich zur Bewunderung der Welt zu ma-chen, und deine Söhne mit den erhabensten Talenten zubegeistern, beständig dein Lob zu singen *).
Die Stadt Valenzia hat eine angenehme Lage,drey Weilen an her See, an der Abendseite deö Flus-se« Guadalaviar, über welchen fünf steinerne Brü-cken gehen, die ejne Mannichfaltigkejt von angenehmenAusgangen au« dieser unmuthigen Stadt verschaffen,welche in einem Walde von Maulbeerbaumen hervor,steigt, die den Einwohnern einen unermeßlichen Reich-thum bringen. Sie bedienen sich eine« sehr einfachenMittels, diese Bäume zu säen. Hie reiben ein Seilvon Esparty mit Maulbeeren, die in ihrer größten Reise
stehen,
*) Nur die Nachricht allein von den Schriftstellern deSKönigreichs Valenzia machen zwey Folianten aus- G,Llcrirsres öel reino cle Valencia ckronologicanienrs o»^ena6c>8 clez^s el snno I2ZX cls l» Ltniltisns conguift»«je ls milma cinclaci Kalla ei öe 1748 por Vicenre Xj-lpeiio predkjrt-ro Lic. Valencia 1749» 2 ^omyr enft-lic-,