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stehen , an welches sich die zum Säen dienlichen Kör,«er hängen. Sie vergraben hierauf dieses Seil zweyZoll tief in ein vollkommen bearbeitetes Land. DieSträuche kommen in Menge hervor, sie werden aberalsdann in ein andres Land verseht, wo man sie zweybis drey Jahre wachsen läßt. Nach dieser Zeit be-schneidet man die Stämme, um sie auf die Felder zuversehen. Die Pflanzer wissen es so zu machen, daßdie Zweige sich so waagrecht altz möglich ausbreiten, umdie Blätter mit größerer Leichtigkeit zu sammle«. Wenneinem Baum einige Zweige, die er haben muß, sehfsen, so pfropfen sie solche mit vieler Leichtigkeit an denOrten ein, wo sie seyn müssen. Sie sorgen dafür, denBaum alle zwey Jahre zu beschneiden, damit die Bläk»ter stets zart bleiben. Die Valenzier geben vor, daßihre Seide feiner, netter und leichter als die von N7ur,cia sey, weil die Murcier ihre Bäume nur alle dreyJahre beschneiden, ivelches das Blatt härter und stär«ker von Adern macht: aber das ist eine falsche Folge-rung; denn ich habe beobachtet, daß die Einwohnerdes Königreichs Granada ihre Maulbeerbäume nichtbeschneiden, und immer mit gutem Grund« ihre Seidefür die feinste in Spanien halten; aber ihre Bäumesind von der schwarzen, und die von Valencia undN7urcia von der weißen Art, daher die Würmer vierfer beyden Provinzen, wenn sie nach Galizien kommen,wo sie keine weißen finden, nie gedeihen, da hingegendie von Granada vortrefflich fortkommen, weil sie einihrem Lande ähnliches Blatt finden. Die faulen Sei-denwürmer, das sind, diejenigen, die aus Krankheitoder Eigensinn nicht auf die Rohrgitter zum Fressen Hin-aufkriechen wollen, bringen schlechte Gehäuse und harteSeide hervor, die zu nichts nühe ist, als die äußer-sten Linien, daran man die Fischangel befestigt, dar,aus zu machen. Man pflegt sie im Norden iudiaui,
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