gen Frühling gesegneten Lande, wo man den grimmi-gen Frost nicht kennet, die Vorstellungen der goldnenZeit der Dichter vereinigt.
Alle Provinzen in Spanien bringen eine Man»vichfalkigkeit von Trauben hervor. Inzwischen habet»die von Valenzia und Granada vor allen den Vor-zug. Freylich können nur wenig frisch« Trauben aus-geführt werden, aber zu Malaga werden große Par-theyen trocken verladen, welche Rosinen genennet wer-den. Sie werden zu Valencia mit einer Lauge vonden Reben bereitet, deren Salz die Hitze des Wassersim Kochen vermehrt. Die Traube wird einen Augen-blick in diese Lauge gesteckt, da denn die Haut der Bee-ren von allen Seiten berstet. Der Saft dringt her-aus, und verhärtet sich in der Lust. Hierauf werdensie zum Trocknen an die Sonne gehangen. Wenn sienach England oder einem andern nordischen Reicheversandt werden, so wird die Verhärtung in der kaltenLuft vollendet, so daß bey der Ankunft jede Traube ei-nem Zuckerkuchen ähnlich ist. Die Rosinen, welcheman in England Sonnenrosinen nennet (und die inder deutschen Handlung Topftosinen heißen, weil sie inirdenen verkalkten Töpfen versandt werden, U.), sindnoch delicater, weil der Stengel halb abgeschnitten wird,und die Traube am Stock hängen bleibt, da sie dennder Sonnenhitze genießt, der Saft aber nicht mehr hin-einbringen kann, wenn sie trocken werden. Sobald si«trocken sind, werden sie eingepackt. So verfährt manin Granada > und daher werden diese Rosinen mirRecht den mallagaischen vorgezogen.
Da der Fluß Guadalaviar sich drey Meilen un-terhalb Valenzia in die See ergießt, so soll ein Planentworfen seyn, das Bette des Flusses auözutiefen, wel-ches der Handlung sehr Vortheilhaft seyn würde, da die
Schiffe