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Da der Kitt, der diese Steine verband, an ver.schiedenen Orten nachgegeben hat, so hat das Wasserdie aus dieser Auflösung entstandene Erde weggeführt,und Ravinen gemacht, welche den Berg in tausendverschiedene Winkel zertheilt und ihm unzählige Gestal-ten und Figuren gegeben haben. An einigen Stellensind unermeßliche Risse und fürchterliche Abgründe, anandern hohe, weiße und kahle Felsenstücke, die Kegel,Pfeiler und Zacken von zwanzig bis hundert Fuß vor.stellen, welche das Auge mit Bewunderung und derVerstand mit Erstaunen betrachtet. Dieses nimmt im«mer zu, je höher man kömmt, so daß die menschlicheVernunft sich ganz in Muthmaßungen verliert, wennman den Gipfel dieser ungeheuren Masse erreicht hak.Hier aber wird das Auge durch die vortrefflichste Aus»ficht ergötzt, indem man auf ein großes Reich als aufeine Landcharte hinabsieht, wo gegen Mittag ein frucht-bares mit Dörfern bebauetes und mit Flüssen gewässer.tes Land sich zeigt. Richtet man das Auge weiter überdie mittelländische See hin, so wird die Landschaft nochauffallender durch den Unterschied zwischen Norden undOsten, wo die Aussicht von den kahlen und schwarzenBergen von Roussillon, und den beschneyeten Spi-hm der Pyrenäen eingeschlossen wird. Auf diesen un-freundlichen Felsen von Moncserrar, in einem bestän.dig rauhen Element, wohnt der bleiche Einsiedler imhärnen Kleide, in stiller Betrachtung vertieft. Hierhat er sich seine einsame Wohnung eingehauen, thutseine inbrünstigen Gebete, nimmt seinen einsamen Spa-ziergang vor, und überdenkt mit aufgehobnen Augen„jeden Stern, den der Himmel zeigt, jedes Kraut, das«den Thau einzieht.«'
Ob aber gleich die Elemente alle ihre Wuth an die.sen hohen Spitzen ausgelassen haben, so ist doch auchdie Hand der Natur nicht sparsam in ihren Gaben ge.
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