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weißer Alabaster, der so glänzend und durchsichtig ist,als der schönste weiße morgenlandische Karniol: aber erist sehr weich, und die schwächste Säure löset ihn auf.Es giebt andre Arten, die halb weiß, halb wachsfar-big und von verschiedenen Farben sind. Da sie alledurch das Wasser hervorgebracht worden, so nennen dieSpanier diese Alabaster Wassersteine. Ihre Eigen-schaft, daß sie sich in Säuren auflösen, gab mir An-laß zu zweifeln, ob die Gefäße, darinn die Römer ih-ren kostbaren Balsam aufbewahrten, von Alabaster ge-wesen. Es ist freylich wahr, daß sie zweyerley Bai-sam hatten. Einer war hart wie der peruanische, derin Cocosschalen aufbehalten wird; der andre war flüs-sig und dessen bedienten sie sich gewöhnlich. Dieser ent-hält zuverläistg Säuren, welche jeden Alabaster auflö-sen mußten. Ich glaube, daß die Schriftsteller vondiesen Steinen ohne Kenntniß reden, und das Alaba-ster nennen, was keiner ist. Mir ist in Spanien einschöner harter wachsfarbiger Gypö bekannt, der sichDurch keine Sauren auflösen läßt. Vielleicht wurdenähnliche Steine aus Asten gebracht, in denen die Rö-mer ihren Balsam aufbewahrten.
Das fruchtbare und anmulhige Feld von Gra-Nada besteht aus einer etwas abhängigen Ebne vonzehn Meilen im Umfange,, -die von verschiedenen Ka-nälen befeuchtet wird. In der Mitte dieser Ebne istein Gehölz von fünf Viertheilmeilen lang und einer hal-ben Meile breit voller Ulmen, weißen Pappeln undEschen, nebst einigen Meyerhöfen, und an den äußer-sten Enden mit bebaueten Feldern, welches zusammenein königliches Landhaus ist, Goto de Ronra ge-nannt, das sich die katholischen Könige seit der Erobe-rung von tAranada vorbehalten haben. Rarl derZünfte ließ Fasanen dahin bringen, die sich seit derZeitdaselbst erhalten haben, und ein Lustschloß bauen. Da
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