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man hier zu aller Zeit Ulmen zu den Arsenalen der Ar-tillerie gefallet hat, fo giebt es viele leere Stellen indem Gehölz, welche jetzt in fruchtbringendes Land ver-wandelt worden sind, wo Weizen, Gerste, Bohnen,Hanf, Flachs, Melonen, Wassermelonen, Quitten,Aepfel, Birnen und Pflaumen in Menge wachsen. DerBoden ist vortrefflich, und man befeuchtet ihn, wennman will, so wie das Uebrige dieses Feldes.
Ein Theil des Gehölzes besteht aus einem undurch-dringlichen Dickicht, das den Wölfen, Füchsen, undandern Thieren, welche den Fasanen nachstellen, zumAufenthalt dienet *). Der ganze Boden ist von Na-tur feucht. Es sind viele Stellen, wo das Wasser aufdem Lande steht; au andern findet man es von einembis höchstens neun Fuß tief. Diese Umstände, und bisBefeuchtlmg der bebaueten Plätze zwischen dem Gehölz,ertranken die Wurzeln der Bäume, und sammle« mihrem Stamm einen überflüssigen Saft, der sie ver-faulen macht, ehe sie recht zur Reife gelangen. Ssviel ich habe zahlen können, waren nicht vierzig Bäum«in dem Gehölz, aus denen gute Lavetten zu vier undzwanzig - Pfundigern gemacht werden können, und kein.einziger, der zum sechs und dreyßig . Pfundiger gedienthätte.
In dem Palast Alhambra zu Granada siehtnnrn Balkeu aus Ulmen, die aus dem Walde vouSocs genommen sind, und sehr gut zu Lavetten fürsechs und dreyßig -Pfündiger dienen konnten. Diese«lehrt uns, daß die Mauren die Bäume nicht begossen,wie jetzt geschieht; es erhellet ebenfalls daraus, daß dieKanäle erst Werk neuerer Zeiten sind.
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*) Seitdem Don Richard wall in diesem Haufe wohnt(dessen Aufstcht ihm der König anvertrauet hat), wieScipio zu Lindern«?, sind Ackerbau und Gebüsche in ei»nrm ganz andern Zustand.