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Obgleich die Berge nahe bey dem Escrrrial ausblauem Granit zu bestehen scheinen, so giebt es dochauch rothen wie der ägyptische Granit, der in vielenseiner Theile weder Spath noch Sand enthalt, der sichvon der Luft gleich andern Steinen auslöset, welche derWitterung und besonders der Nässe ausgesetzt, oderwelche dagegen durch die Polirung nicht verwahrt sind.Einige Stücke des hohen Altars der Kirche sind ausdiesem rothen Granit, der bey dem Kloster ist, ver-fertigt. Die Säulen des hohen Altars sind von demsonderbarsten Jaspis von der Welt; sie sind aus demBruch zu Arucena in Andalusien. Aller Granitdieser Gegenden hat eine starke Anlage zu zergehen, undsich aufzulösen, wie man es an den Stücken sieht, dieaußer der Erde sind. Der rothe Granit verlieret sicht-lieh seine Farbe, so wie er aufgelöset wird.
Die Bergkette, welche sich von dem Esiurialnach St. Ildefonse erstreckt, hat ungemein vieleQuellen. Das sehr klare Wasser macht einige Felderund verschiedene Wiesen fruchtbar, die vortrefflichesHeu bringen; eine mitten in beyden Raftilien sehr sel-tene Sache.
Die Quellen entspringen ohne Unterschied in allen .Theilen des Berges; in denen sowohl, wo die Massevom Gipfel bis zum Fuß ein reiner Fels ist, als in de-nen , wo er von Granit, oder Wechselsweise von beydenMaterien ist. Von dem Gasthof von St. Rachari-nen an bis eine Meile jenseit Reventon scheint dasganze Gebirge ein bloßer Fels zu seyn; wenn man esaber aufmerksam betrachtet, so sieht man einige Stü-cke Granit, und ich habe sogar in diesem Felsen nachdem, was ich an den beyden Seiten des Gebirges be-vbachtete, eine gewisse Anlage bemerkt, sich in Granitzu verwandeln.