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leicht als das süße Wasser ist, und auf dem Seewasserschwimmet, ohne je über vierzehn Zoll tief zu sinken, solösen ihn die Wellen des Meers, die in beständiger Be-wegung sind, gänzlich auf.
VonTeruel bisAlbarracin zählt man fünf Mei-len. Diese Stadt liegt zwischen zwey großen talkarti-gen Felsen, die an allen Seiten gespalten sind, derge-stalt, daß die größten Stücke höchstens zwey Fuß hal-ten. Man bemerkt, daß bey den Seitenrissen die Zer-störung angefangen, daß die senkrechten darauf erfol-get, und daß diese sowohl als jene sich nachher in un-zählige kleinere Theile nach verschiedenen Richtungenzertheilet haben, welche eine anhaltende und gänzlicheVerkleinerung der Felsen, von denen täglich Stückeherabfallen, verursachen. Dieß ist die natürlichste Folge,die man aus der Art ziehen kann, wie sie gespalten sind,und sich so lange spalten werden, bis sie fallen, sichauflösen, und in zum Landbau dienliche Erde verwan-deln.
Bey diesen beyden Felsen ist ein anderer, bestenFuß und Spitze fest und waagrecht stehen, die Mitteaber schief und erstaunend gespalten ist, so daß die Stü-cke den Untergang drohen. Albarracin ist einer derhöchsten Oerter in Spanien. Hier wurde mir ein bis-her gehegtes Vorurkheil benommen. Ich glaubte, daßder Gypsstein nur am Fuß derGebirge gefunden würde,und ich sahe röthlichen auf dem Gipfel eines hohen talk-artigen Berges, um welchen ich bis acht Arten von Ver-steinerungen entdeckte.
Ostwärts von Albarracin findet man Berge vonSandstein, welche in Lagen liegen, wie die vorigen ge-spalten sind, und sich ebenfalls ihrer Zerstörung nähern.Hierauf folgt ein Berg von Schiefer, in welchem rundeund flache Pyriten gefunden werden. Man erkennet,
daß