- 5 ?
lungskraft ihrer Erbauer zu erkennen giebt, ist der ein.zige, der mir von dieser Art in Spanien vorgekom.men ist. Ich will noch anmerken, daß, indem diehöchsten Berge zerstöret werden, die mittelmäßigen undniedrigen sich auflösen, und erst in feine Steine unddann in Erde verwandeln. Da die Ströme an einigenOrten sich durchgraben, und die Erde mit fortführen,so verhindern sie, daß der Boden nicht eben werden*kann, und lassen den Quellen den nöthigen Abhang.Eben diese Gründe kann man der Furcht vor einer all.gemeinen Ebenwerdung der Erde entgegen stellen.
Die durch die Ströme und Bache fortgerißne Erdefällt in den Guadalaviar, der sie bey Valenzia insMeer führt, und in einem langen Raum Zwey gelbge»färbte Streife zur Rechten und zur Linken läßt. Ichwollte wissen, ob dieser Schlamm im Meer zu Grundegienge; zu dem Ende stieg ich in einen Fischerkahn, unduntersuchte das Wasser. Ich fand nach verschiedene»Proben, daß dieser Schlamm nicht zu Grunde gieng,daß er sich mit dem süßen Wasser, das ihn mit fort»führte, vermischte, und auf dem Secwasser oben trieb.Auch bemerkte ich, daß, sobald der Strom des Gua»dalaviar nicht mehr eine gewisse Quantität dieser er?weichten das Wasser färbenden Erde mit sich führte, diegelben Streifen verschwanden. Endlich sah ich, daßseit so vielen Jahrhunderten, da der Fluß zum Nach.theil der Berge diesen Schlamm dem Meer zuführt, sei»Grund zu allen Zeiten reiner Sand, und nicht im ge-ringsten mit Erde vermischt ist. Auf dem hohen Meerfand ich die Felsen von eben der Beschaffenheit als amUfer, ohne die geringste Anzeige oder Ansah von demSchlamme des Flusses. Wenn diese Felsen ein wenigErde enthalten, so ist sie von eben der Beschaffenheit,als auf den Feldern am Ufer. Ich weiß also nicht,was aus dem Schlamm wird; ich vermuthe, da er soN. Theil. 0l leicht