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Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
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289
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der Dinge, denen es keine Farbe geben wird, eine Artmetallischer Spihe (cienceile) formirm. Diese undtausend andre Eigenheiten, welche in angezognen Wer-ken nachgelesen werden können, scheinen mir hinlänglichzu seyn, zu glauben, daß das Platina ein Metall iuigenerir , und nicht bloß eine Vermischung von Goldund Eisen ist. Inzwischen kann ich doch weder daseine noch das andre behaupten; denn ob es gleich Ei.genschastcn hat, die von aller andern bekannten Metal-le ihren unterschieden sind, so sehe ich doch, daß wirnoch weit entfernt sind, sein wahres Wesen zu kennen.

Was die Meynung des Grafen von Milly be-trifft, daß das Platina ein Werk von Menschen, unddas Ueberbleibsel eines Golderzes von den Zeiten ist, dadie Spanier dieses Metall noch nicht zu scheiden muß»ten, so wird dieselbe von dem Herrn von Buston be.stritten; man kann sie auch nicht einräumen, ohnegänzlich der Art und Weise unkundig zu seyn, welcherdie Spanier in dieser Arbeit beständig folgten. Werwäre es überdaS, der nach Popayan so viel Eisen ge.bracht hatte, als in einem ganzen Berge voll Pla-tina ist?

Ich sollte hier billig noch einige Nachrichten vonden Orten, wo das Platina gefunden wird, und vonder Art, wie man es gemeiniglich antrifft, hinzusehen,aber ich habe nicht Nachricht genug davon, daß ichetwas sagen könnte. Ich will nur anführen, was derberühmte Don Antonio de Ulloa, bey dem ich michdarnach erkundigte, mir davon erzählt hat. Er sagt,daß das Platina eine Materie ist, die man oft in eini-gen Goldadern, und mit denselben so vereinigt antrifft,daß es ihm zur Mutter (msrrice) dient; daß es vieleMühe und Arbeit kostet, es davon zu trennen, derge-stalt, daß, wenn das Platina zu überflüssig ist, manH.THeil. T sich