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Die Höhen der Erde oder systematisches Verzeichniss der gemessenen Berghöhen und Beschreibung der bekanntesten Berge der Erde, nebst einem Anhange, enthaltend die Höhen von vielen Städten, Thälern, Seen etc : ein Beitrag zur physischen Erdkunde / von Wilhelm Adolph Miltenberg
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gute Dienste leisten. Die Gegend um das Kloster ist sehr rauh undman soll im ganzen Jahre hier nur 10—12 ganz helle und heitereTage haben. Der Schnee bleibt 8 — 9 Monate lang liegen,:und selbstin den wärmsten Sommermonaten friert es fast jedesmal gegen Morgen,zumal da hier der schwächste Nordwind stets eine empfindliche Kälteherbeyführet. Dieses ist um so unangenehmer, da das hier gebrauchteHolz vier bis fünf Stunden weit auf Mauleseln hei bey geschafft werdenmufs, und zwar auf einem kaum sechs Wochen lang gangbaren Pfade.Nahe am Kloster sieht man einen kleinen Garten, in dem aber nur imAugust etwas Lattich, Rüben und kleiner Kohl wächst. In einemkleinen Gebäude unterhalb dem Kloster werden die im Schnee erstarr-ten und todtgefundenen Menschen aufr echt hingestellt, damit sie vonihren Freunden und Verw andten erkannt werden können. Hieraufbringt man sie in die obenerwähnte Todtenkapelle, worin sie derscharfen und kalten Luft wiegen nicht verwesen, sondern nur ver-trocknen, so dafs ihre Gesichtszüge noch lange kenntlich bleiben. InLeintücher gehüllt stehen hier diese Körper aufrecht aneinander ge-leimt in Reihen, deren es im Jahr 1797 sieben waren. Die vom Hos-pitium nach Wallis herabführende Strafse ist Anfangs ziemlich steil,und wird bisweilen eine Zeitlang durch Lavinen gesperrt. EineStunde abw'ärts vom Kloster ist ein kleines Hospiz mit einem Wächterzur Verpflegung ermüdeter Reisenden. Den Weg über diesen Bergnahmen übrigens schon zu Augusts Zeit die römischen Legionen,und von dem hierstehenden Tempel des Gottes Pennus wurde dieganze Kette von den Römern die Penninisehen Alpen genannt. Ge-