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Die Höhen der Erde oder systematisches Verzeichniss der gemessenen Berghöhen und Beschreibung der bekanntesten Berge der Erde, nebst einem Anhange, enthaltend die Höhen von vielen Städten, Thälern, Seen etc : ein Beitrag zur physischen Erdkunde / von Wilhelm Adolph Miltenberg
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terhin nach dem Dorfe Liddes. Hat man alsdann das Dörfchen Alevepassirt, so kommt man, in einer rauhen Gegend, in den Flecken St.Pierre, der noch drey Stunden von dem Bernhardskloster entfernt ist,und hinter dem man einen Wald yon Lerchenbäumen betritt, nachdessen Zurücklegung der Weg durch nackte Felsen in eine öde Gegendführet, wo die Stille nur dutch fallende Lavinen und durch rauschendeWaldströme unterbrochen wird, und wo das Auge nichts von Vegeta-tion, aber dagegen den eisigen Velan und die Trümmer eines nochnicht lange eingestürzten Gneifsberges erblickt. Endlich erreicht m andasgrofse, geräumige, bombenfeste Kloster, das in einer rauhen, mitFelsen umringten Schlucht liegt, und aus drey Gebäuden bestehet;nämlich zur Linken das Kloster mit der Kirche, zur Rechten das Hos-pitium oder die Herberge, und neben dem Kloster die Todtenkapelle.

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Dieses, im Jahr 962 von dem Kanonikus Bernhard von Menthon se-stiftete Kloster ist gegenwärtig die höchste Wohnung in Europa (7476— 7548' überm Meere) und liegt auf der östlichen Seite des Beiges,nahe bey einem See, der selten von Eis frey wird; auf der westlichenSeite stand früherhin ein Tempel des Jupiter Pennus. Der Col, aufwelchem dieses nützliche Gebäude erbaut ist, macht den Scheidepunctzwischen den Gewässern, die dem adriatischen und mittelländischenMeere Zuströmen, und der über denselben sich erhebende Berggipfelwird ausschliefsend dergrofse Bernhardsberg genannt. DieAnzahl der Mönche in diesem Kloster beläuft sich auf 20 — 30, wovonsich indessen gewöhnlich nur 10 —12 auf dem Berge befinden, diebekanntlich nebst ihren gut abgerichteten Hunden den Reisenden selir