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Die Höhen der Erde oder systematisches Verzeichniss der gemessenen Berghöhen und Beschreibung der bekanntesten Berge der Erde, nebst einem Anhange, enthaltend die Höhen von vielen Städten, Thälern, Seen etc : ein Beitrag zur physischen Erdkunde / von Wilhelm Adolph Miltenberg
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und Jas Oberhaupt, wo man viel Hochwild, Gemsen, Auerhähneund Versteinerungen findet, erheben. Der untere und zum Thpilauch der mittlere Theil des Pilatus hat vortreffliche Weiden und des-halb viele Wohnungen; die höchsten Gegenden aber sind voll Felsen,besondei's das erwähnte Widderfeld.' Der Weg auf diesen Bergführt Anfangs am Fufse desselben durch blumenreiche Auen undherrliche Tannenwälder, und geht dann über die ziemlich hochgele-gene Alpe Bründeln, wo man ein wunderbares Echo hat, und überwelcher man den bey 154' langen Pilatus-See findet, in welchen, derSage nach, Pilatus gestürzt worden seyn soll, und der ehemals sehrgefürchtet wurde, zumal da man glaubt, dafs die in der Nähe aus-brechenden Gewitter auf ilim entstünden. Auf der Briindleralpe be-merkt man auch noch in einer Höhe von 100 Klaftern in einer Flöhle eine(vielleicht von den Römern errichtete) Bildsäule, welche von den Berg-bewohnern St. Dominik oder Unser Cornell genannt wird, undzu der man nicht gelangen kann. Die obgedachte Höhle soll sich durchden ganzen Berg ziehen und an der andern Seite auf der Tomlisalpeöffnen, wo man ihre Oeffnung Mondloch nennt, weil man inder-seiben viel Mondmilch findet. Die Steinart des Pilatus ist Kalksteinmit Quarz und Thon gemengt, und man trifft daselbst auch Sandstei-ne, die bisweilen ganz aus Quarzkörnern zusammengesetzt sind. Aneinigen Orten wird Eisenerz gegraben, auf der Iiastelenalp und aufdem Widderfeld gibt es viele versteinerte Muscheln, und am Fufse desobenerwähnten Esels liegen zwey versteinerte Baumstämme. Auchhaben mehrere Gegenden des Pilatus einen grofsen Reichthum an