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57.) Der Splügerberg (Spelugä, Ursula).
Ueber diesen Berg führt eine stark besuchte Strafse von Chur nachMailand, die aber nicht so gut unterhalten ist, als die über den Gottrhard. Sie ist, wie die über den Grimsel, im Winter- mit Stangen be-zeichnet, und trennt den Flecken Splügen vom Thale Cambolschin(Campo dolcino). Der Weg geht von der Nordseite drey Stundenlang hinauf, und nach Italien zu vier Stunden herabwärts. Oben,auf dem Berge ist ein Wirthshaus mit einer Glocke, deren Töne denverirrten Reisenden den Weg zeigen. Auf dieser Höhe ist auch eineschöne, zwey Stunden lange Ebene mit .fruchtbaren Wiesen, aberohne Bäume und Gesträuche. Auf der Südseite geht der Weg .durqhtiefe Einöden voll kahler Felsen und hoher Tannenwälder, zum Theiizwischen zertrümmerten Iilippen und steilen Wänden und oft int demherabstürzenden Liraflufs hin. Höher hinauf werden die Felsen ge-k drängter, und der District, im Iiardinell genannt, gleicht in vielerRücksicht den Schöllenen auf dem Gotthai d. Aiii Ende dieses Kardi-nells steht das Gasthaus, von welchem der Weg.noch eine Strecke auf-wärts geht, bis er sich nordwärts wieder herabsenkt. Hat man einekahle, des Jahres lang mit Schnee bedeckte Fläche zurückgelegt, sogelangt man in einen Tannenwald, den hohe Felsen umlagern,, undden der .wilde, tobende Rhein durchfliefst. Am nördlichen vFufse desBerges liegt der Flecken Splügen, wo sich grofse Niederlagen von.Kaufmannsgütern befinden.
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