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Die Höhen der Erde oder systematisches Verzeichniss der gemessenen Berghöhen und Beschreibung der bekanntesten Berge der Erde, nebst einem Anhange, enthaltend die Höhen von vielen Städten, Thälern, Seen etc : ein Beitrag zur physischen Erdkunde / von Wilhelm Adolph Miltenberg
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58.) Die Haupt- oder Granitkette der

Tyroler Gebirge

ziehet in Gestalt eines halben Bogens, wozu der Inn die Sehne vor-stellt, durch dieses Land. In dieser Reihe sieht manwiele unter sichverbundene Eisfelder und Ferner, so wie an der Gränze der ehemaligenLandschaft Worms Deutschlands höchsten Berg, die Ortlerspitze.Ein ansehnlicher Theil dieses Gebirgs ist der Brenner, dessen obererTheil aus langen, schmalen Thälern, engen Pässen und fürchterlichenFernern bestehet. An das Centralgebirge schliefsen sich nördlich diedeutschen Kalkalpen, die sich meistens steil erheben, vieleWasserbecken einschliefsen, und reiche Salzlager haben. Südlichvom Hauptgebirge sind die italienischen Kalk alpen, von wel-chen eine Kette schauerlicher Felsen längs der Scheidungslinie desRheins, Inn, Tessins und der Adda hinläuft, wo man unter andernein sechzehn Stunden langes Eisthal findet. Das Tyroler Gebirge ent-hält die Quellen der Etsch, Eisak, Brenta, Isar und Salza. Südlichvon den italienischen Kalkalpen erstrecken sich die EuganeischenBerge hin.

5q.) Die Ortlerspitze oder Ortelos,

eine ungeheure Kalkmasse, erhebt sich zwischen Tyrol uud Bormi«aus den Drofui- und Suldenthälern und liegt in einer schreckliche*