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deren (über einen fast 1000 Klafter tiefen Abgrund heraus hängende)Schneide man bis zu jenem vorhin genannten Gipfel des Glöckners ge-langte, wo der Fürst im Jahr 1799 ein kleines Kreuz hatte errichtenlassen. Da aber der Gipfel des Berges durch eine tiefe Schlucht inzwey Spitzen getheilt ist, so mufste man, an Stricken hängend, überdiese fürchterliche Kluft, die Wand des grofsen Gipfels zu ersteigensuchen, und erst als dieses geschehen war, gelangte man zum grofsen,12' hoben eisernen Kreuze, das mit einem vergoldeten Wetterhah«und Blitzableiter versehen ist, und an dem man sich anklammernmufste, weil dieser Gipfel nur Raum für vier Personen hatte. Ue-berfliifsig wäre es wohl zu beschreiben, welch eine vortreffliche Aus-sicht sich liier dem staunenden Auge er öffnete.
65.) Der Watzmann
wird von Gemsen bewohnt, und sein bis in den May und Junius mitSchneebedeckter Gipfel hat zwey Hörner, die ein scharfer, zackigerKamm, die Scharte genannt, scheidet. Auch das gröfsere Horn theiltsich wieder in zwey Spitzen, wovon die oben sehr schmale südlicheSpitze, welche sich bey 200' über die rothe Kapelle erhebt, und vonder östlichen durch eine schreckliche Kluft getrennt ist, erst im Jahr1801 durch-einen gewissen Herrn Stainig erstiegen wurde, dessen Be-obachtungen zu Folge dieselbe 8400' über dem Meere liegt. Auf derHöhe des Watzmann steht ein grofses hölzernes, von Wallfahrern