ler und steiler Fufssteig hinaufführt, und auf dessen abgestumpftemGipfel, der nur einen geringen Umfang hat, eine dem heiligen Lorenzgewidmete und von Wallfahrern stark besuchte Kapelle steht, durchderen Mitte die Glänze hinläuft. Die eigentliche Kuppe ist völlignackt und trägt kein Holz, wohl aber isländisches Moos und einigeseltene Pflanzen. Außerdem ist sie mit vielen Stücken von Gneifs-schiefer bedeckt, und man findet hier die bekannten Violen- oderVeilchensteine, die mit einem feinen Moose (Byssus Jolithus)überzogen sind, und einen angenehmen, den blauen V eilchen gleichen,Geruch von sich geben. Nach Böhmen hin blickt man mit Schaudernin einen schroff hinab laufenden, vielleicht mehr als 1500' tiefen Thal-grund, der Riesen- oder Teufelsgrund genannt, dessen schauer-lichen Rand oben zackige Klippen in mannigfaltigen Gestalten umla-gern. Nicht weit von der Riesenkoppe erhebt sich der Brunn- oderBornberg, ein breiter Bergrücken , dessen zw ey Kuppen mit zuden höchsten Puncten des Riesengebirges gehören.
g5.) Die grofse Sturmhaube
ist eine ungeheure Felsenpyramide, die mit einer außerordentlichenZahl von Granitblöcken umringt und bis zur Spitze damit überdecktist, daher Biester diese sonderbar geformten Klippen mit den Trüm-mern einer zerstörten Stadt vergleicht. Die kleine Sturmhaubeist eigentlich eine blofse Zusammenhäufung unzähliger Granitfelsen,