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9o») Das Eulengebirge
fängt bey Falkenberg an und trennt Glatz und Münsterberg. Es istziemlich schmal und erscheint von der Glatzer Seite als eine mitfinsterer Waldung bedeckte Kette; aber von schlesischer Seite hebensich hoch am Abhange die Dörfer hinauf. Es scheint durch die Neissegewaltsam von der mährisch-schlesischen Kette getrennt worden zuseyn. Seine Steinartist älterer Sandstein und besonders Gneifs, derauf dem Gipfel der hohen Eule in Schlesien seine grofste Höheerreicht.
94.) Die Riesenkoppe.
Die eigentliche Koppe dieses Berges ruht auf einem Bergrücken, wel*eher Seifenberg genannt wird. Ueber diesen geht es von der Hem-pelsbaude 1 ) steil hinauf auf den Kamm, wo die Gränze zwischenBöhmen und Schlesien hinläuft, und dann gelangt man über den Köp-pe nplan an die eigentliche Koppe, einem hohen, steilen, meistensin Nebel und Wolken eingehüllten Felsen, auf den ein ziemlich schma-
1) Bauden nennt man hier hölieme Hauser, die an den hohen Bergen einzeln und inziemlicher Entfernung von einander liegen, und deren Name so viel als Gebäude be-deutet. Die Heinpelsbaude, deren Wirth immer der sogenannte Kirchvater der Lo- ,renzkapelle ist, ist das eigentliche Wirthshaus auf dem Seifenberg und liegt in einerHöhe von 4142 '. Von ihrem ersten Bewohner hiefs sie lange die Samuelsbaude.