bildet die obere Bergfläche eine hervorspringende Ecke, auf welcherehedem eine römische Feste und nachher eine Burg des fränkischenHerzogs Attich stand, der sie aber seiner Tochter Odilie zum Klosterüberliefs, welches mehrmals abbrannte, aber oft wieder aufgebauetwurde.
i35.) Der Donnersberg
liegt in der ehemaligen Herrschaft Kirchheim und besteht eigentlichaus drey Abtheilungen oder Köpfen, die man aber in der Ferne nichtunterscheiden kann. Der eigentliche Donnersberg hat eine Länge vondrey, und eine Breite vonzwey Stunden und ist ein Ganggebirge, andessen Fufse Flötze liegen. Der Weg auf seinen Gipfel ist in einerSchlangenlinie geführt, und ist zwar nicht sehr steil, aber etwas be-schwerlich, weil er sehr steinig ist. Oben ist eine Fläche, die etwa2000 Schritt im Durchmesser betragen mag, und man findet hier nichtnur gute Weide für 30 Stück Kühe , sondern der hier wohnendeSchweizer baut auch Hafer und eine grofse Menge Kartoffeln. Auchzieht man an andern Orten des Berges viele Buchen und Birken, sowie über dem Dorfe Steinbach schöne Eichen, und der Donnersberglieferte sonst auf 40,000 Gulden Holz zum Verkauf. Sobald man obenauf der Höhe ist, sieht man über die Holzung einen spitzen, hobenFelsen, König Stuhl genannt, hervorragen. Von dem Gipfel dessel-ben , wo ehemals ein kleines Häuschen stand, hat man, besonders in