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Die Höhen der Erde oder systematisches Verzeichniss der gemessenen Berghöhen und Beschreibung der bekanntesten Berge der Erde, nebst einem Anhange, enthaltend die Höhen von vielen Städten, Thälern, Seen etc : ein Beitrag zur physischen Erdkunde / von Wilhelm Adolph Miltenberg
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dieses letztem konnte er nur auf einem der steilsten und gefährlichstenFufspfade erreichen. Man findet hier auf dem kleinen Gipfel einekleine christliche Kirche und mehrere Höhlen. Steigt man von hierauf der Abendseite lunab, so kommt man nach zwey Stunden zu demKloster der vierzig Märtyrer, bey dem man einen gutgewässerten Gar-ten mit vielerley Obstbäumen und Weinstöcken findet. Noch höherals der Sinai, und von ihm durch ein enges Thal getrennt, ist der St.Katharinenberg, zu dessen Besteigung man wenigstens 3 Stundenvom Kloster der 40 Märtyrer aus nöthig hat. Nach einer Stunde ge-langt man zur sogenannten Rebhühnerquelle und 3 / 4 Stunde weiter zueiner Ebene, auf welcher man eine gute halbe Stunde fortgeht. Endlichkommt man an den sehr steilen und schwer zu besteigenden Gipfel, wel-cher oben ein flacher Felsen von 22' Länge und 12'Breite ist. Hier stehteine Kapelle, in deren Boden die Figur des Leichnams der heiligen Katha-rina eingedrückt seyn soll. Von hier aus soll man nach der Versiche-rung der Mönche das mittelländische Meer bey heiterem Wetter sehenkönnen, welches aber Andere nicht für wahrscheinlich halten. Indes-sen erblickt man doch die bey den Aerme des arabischen Meerbusens,so wie die Städte Tor und Suez, und im O und N mehrere rauhe Ge-birge. Das Kloster am Fufse dieses Berges soll an der Stelle des vonMoses gesehenen brennenden Busches stehen. Es verdankte seine Er-bauung dem Kaiser Justinian; aber der in demselben stehende Thiumsoll schon von der bekannten Mutter des K. Constantin des Grofsen er-richtet worden seyn. Dieses Kloster ist ein unregelmäfsiges, übel an-gelegtes Gebäude, mit einer starken Mauer umgeben, innerhalb deren