Die kalifornische Schopfwachtel.
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istrunde dunkelbraun oder braungelb gesteckt sind und 82—35 X 25 — 26 inm mestcn. Das Weibchen brütet in
der Regel allein, vor» Männchen bewacht. Nach 21 bis 23 Tagen schlüpfen die Jungen aus,welche sorgsam gesintert und geleitet und vor jeder Gefahr gewarnt und behütet werden.Nicht selten suchen beide Alten den Feind abzulenken, während die Küchlein sich blitzschnell ver-bergen. Mit dem nennten Tage sollen die Jungen aufbäumen und nach einem Monat sindsie selbständig. Die Stimme der jungen Männchen klingt heiser hi-ki-ki, hi-ki-ki. Gs solleneine bis zwei Brüten stattfinden. Bis zum Herbst halten die Ketten zusammen, und dannsammeln sich Alte und Junge zu großen Scharen, die in den Weinbergen nicht selten be-deurenden Schaden anrichten. Die kalifornische Schopfwachtel ist ein beliebter Jagd-vogel, dessen Fleisch sehr geschäht ist. Ihre gesetzliche Schonzeit in Kalifornienwährt vom 1. März bis zum 1. Oktober. Man soll sie dort mit kleinen Büchsenvon den Bäumen schießen oder mit Hilfe des Hundes jagen, vor dem sie langeaushält. Bendire sagt, in den dicht bevölkerten Theilen Kaliforniens ist die Schopfwachtelnicht mekr so zahlreich wie früher, da man nicht selten Flüge von 500 und noch mehrerenKopsen traf, während man jetzt, wenigstens in der Nähe großer Städte, schon Flüge von50 Kopien nur selten sieht. „In Gegenden, wo sie nicht sortwäbrend gejagt und verfolgtwird, ist die Schopfwachtel zahm und zntranlich und fast domesticirt. Nicht sclien findet mandort ihr Nest dicht an Häusern oder im Gesträuch im Garten."
Gerade die Schopfwachtel zeigt Eigenschaften, die sie eigentlich für dieAkklimatisation bei uns als vorzugsweise geeignet erscheinen lassen. Als kräftiger,ausdauernder Vogel vermag sie in den zoologischen Gärten oder in großen Flug-käfigen der Liebhaber den strengen Winter in Deutschland im Freien vortrefflichzu überdauern. Sodann ergibt sie sich als werthvoller Züchtnngsvogel, indemsie ihre Bruten mit zahlreichen Kücheln bei uns draußen, ja selbst in der Vogel-stube stets gut aufbringt. Um ihres wohlschmeckenden Wildbrets willen bildet sieein überaus schätzenswerthes Federwild und für unsere Vorwälder und Aneneinen herrlichen Schmnckvogel zugleich. Schließlich zeigt sie auch mehr Aussicht,vielerlei Gefahren, so vor allem dem Fuchs und anderen Räubern, zu entgehen,indem sie am Abend aufbäumt und im Dickicht auf Aesten übernachtet. InEhile und auf 'Renseeland soll sie durch Einführung heimisch gemacht sein. Da-gegen sind in Frankreich durchgreifende Einbürgernngsersolge noch nicht erzieltworden, obschon in der Bretagne bereits i. I. 1837 von zwei Paren, die manfür den Zweck der Einbürgerung ausgesetzt hatte, die Vermehrung so stark ge-wesen sein soll, daß in den Jagdgründen des M. de Cossette gejagt werdenkonme. In Deutschland hat namentlich Kammerherr von Hinkelde» in Naum-burg a. S. zu Anfang der siebziger Jähre sehr günstige Ergebnisse erreicht. Erzog i. I- 1875 von 9 Paren 108 kräftige Junge und verlor im Winter 1875/76nicht einen Vogel, trotzdem sie bei strenger Kälte in 23 Grad R. und bei hohemSchnee im Freien waren. Daß trotz aller zahlreichen Versuche und auch theil-weisen Erfolge die vollständige Einbürgerung der kalifornischen Schopfwachtelbisher noch nirgends vollständig geglückt ist, begründet Armin Tenner, der denVogel in dessen Heimat genau kennen gelernt hat, darin, daß sie bei uns in
Karl Ruß, Die fremdländischen Ltubcnvögel. II. 55