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Der Heiligen Schrifft, und zwar Alten Testaments, anderer Theil : nämlich die Bücher Josua, der Richter, Ruht; die beiden Bücher Samuels, der Königen und der Chroniken, die Bücher Esra, Nehemia und Ester
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Lap. I.

as Buch Iosua.

iO. Da gebot Iosua den Amtleuten

desVolcksundsprack:

n. Gehet mitten durch das Lagerherdurch/ und gebietet dem Volck undsprecht: Bereitet euch Fehrung! Dannnoch über dreyTage werdet ihr über die,sen Jordan gehen / daß ihr hineinkom-met und erblich einnehmet das Land/das euch der HErr euer GOtt gebenwird es erblich zu besitzen.

12. Und zu den Rubenitern / und zuden Gaditern und zu dem halben StackManaffeh/ sprach Iosua und sagte:

iz. Gedencket an das Wort daseuch Moseh / der Knecht des HErrn/gebot und sprach: Der HErr euerGOtt hat euch zur Ruhe gemacht/ undhat euch diß Land gegeben.i4KuereWeiber/eureKinder und eu-^ erPieh/laffet bleiben in demLande/das

v. io.rc. befichlet Iosua demgantzen Israel / fichmit!(UchÄ? 0 seh gegebkN hat NUs disskit dts

Zehrnng zur Rcysc über den Jordan in das vcrheiffeueLaod zu - ^ - --

versehen: weil fie sogleich nicht aofden Raub ausgehen sollten/sondern sehen was desHTrroHand mit ihnen anfangen würde.

Amtleuten) Von diesen 8ckoreriin ist bey y.Mos.

>6/i8. schon etwas gedacht worden. Nachdem GriechischenWort der 70 Dolmetschen mbgte mans am beßten Gerichts-Sckrclber geben. Daß ihre Amts-Verrichtungen unter-schiedlich gewesen / fiehetman aus der Schrifft.

v. > 1. Bereitet euch Gehrung!) Was etwa überdas Manna/ das ihnen bey einer vorgehabten Reyse zur Weg.zehruna überflüssiger/ aufdcrNcysc aber dargegcn nicht/ schei-vet zugefallen zu seyn / noch weiter mogte nöthig geachtet wer-deo/um nach ; Tagen über den Jordan zu setzen. Denn sie hat-ten in bicserTcgcnd auch schon was zu kauffdckommcn können.!

Alle Verheissangen GSttes schließen doch den Gebrauchder Mittel ein aufunserer Seiten / obgleich GOtt selbst sichnicht daran bindet.

Wann auch der Uebergang in das herrliche Reich Lhristiwird fürhavdcu seyn/ja sonsien auch in die Ewigkeit/ so ist esnöthig sich alsdann mit der nöthigen Zehrung des Oels in denLampen unserer Hcrtzen zu versehen.

Es ist aber der Ausdruck anmerckens-wcrth / daß wir unsselbst Zehrrmg bereiten sollen : gleichwie auch Lhristus sagtJvh.6/2.7. daß wir Speise wircken/ oder uns darum bewer-ben sollen. GOtt will unser Merck mit haben. Er fleht sehrdarauf/ wie wiruoszu ihme schicken Und bereiten. Wir Müs-sen nicht wollen in der Trägheit sitzen und erwarten/ daß uns dieSpeise ins Maul geflogen komme. Die falsche Gelassenheittaugt nicht.

Drey Tage) mußten sie mit Bereitung dieser Zehrungzubringen/ wie dorten mtt der Reinigung zu EmpfauguugtesGesetzes auch drey Tage hingicngcn. -..Mos. >9. WeichtZeit sie dann auch hier mit Zubereitung ihrer Hertzen zumGlauben anzuwenden hatten / da sie einer: solchen grölen Flußvor sich hatten/ und doch keine Schisse oder sonsien etwas zuihrer Ueberfahrt vorhanden War.

, Wie kommt aber diese Zeit mit der folgenden Historieubcrein? Die ausgcsandten Kundschaffkcr blieben übernachtzu Jericho bey der Hure Rahab. Damit geht cill Tag drauf.

Und als sie der König suchen ließ/ rcünrtcn sie sich auf dasGebirge / und hielten sich da ; Tage verborgen. Das machtschon 4 Tage. Nachdem sie nun wieder ins Lager kamen /bricht Iosua erst mit demselben auf / und marschirt auf denJordan zu / laßt aber alda wiederum ; Tage Halte machen.

Also kamen 7 Tage heraus/ nach deren Vcrfliessnng erst die J sraeliteu durch den Jordan setzten.

(a) sagt / es sey Iosua imcnrion gewesen / daßes in 4 Tagen geschehen sollte / da die Kuudschaffter wol eherwieder hatten zurückkommen können / Und wäre also das ebennicht ihm von GOtt angezeigt worden / gleichwie auch Mosesanfänglich das Volck allein gerichtet / ohne GOttes ausqedruckten Willen. Und so meynen auch andere / er hätte darin8nrrt/ und erst den Hohenpriester Clcazar fragen sollen/ wieer grhc»ffcu worden 4. Mos. 27/2-'- Adenso leicht muß manH"l'Scn Noth keinen Fehler dcymcsscn. LeichterA daß hier nur früher gemeldet werbe/ was in der

Ordnung erst nachhero geschehen sollte. Denn was von denZ Tagen angezeiget wird / gehöret in die Ordnung Lap ;/ 2.vach der Wicderknufft der Kuudschaffter/ da die Erläuterungdavon wahrzunchmca.

. Wir müssen in den Namen des Vaters und dcsSohns und

ves.P.Gelsteseingetauchet Und getauft t werden/und baöWercklvwvldksVatersalsdes Sohnes/undauch des Geistes/ als >der; Zeugen/ in uns erfahren. Das sind die; Tage / in welchen alles geschehe» muß.ftiji. A )

Jordans: ihr'aber sollt vor dem Ange-sicht eurer Brüder in Heers - Ordnungco hinüberziehen/alle die tapfere Heldensind/daß ihr ihnen helffet; c-o ».Mos. >;/.«.

15. Bis daß der HErr eure Brüderwird zur Ruhe gebracht haben (-) wieeuch/ daß auch sie das Land erblich ein-nehmen/das ihnen derHErr euerGOtt^eben wird: So sollt ihr wieder um-ehren in das Land eurer Crbschafft/daß ihr es erblich besitzet/ das euch Mo-seh/der Knecht des HErrn/ gegeben hatauf diffeit des Jordans gegen der Son-nen Aufgang. (--) '-Mo«.-'/".

16. Und

( 2 ) l.. 6« e. L.

Drc britthalb Stämme / welche ihr Land und Wohnungauf disseit des Jordans begehrt / hatten dem Most heiliglichversprochen/ daß ke die Waffen nicht eher wollten niederlegen/bis auch ihre Brüder zur Nahegekommen wären an ihrem Ort.4.Moj.;L/ ro.

v. An solch Versprechen erinnert sie hier Iosua/Mit welcher Bedingung sie ihr Erbe schon auf disseit des Jor-dans empfangen hatten/4.Mos.;i. Und da sie wol nichtmehr im Lager/ sondern bereits in ihrem angewiesenen Landdes Erdtheils/ das sie sich selber erwählt/ wogten gewesenseyn; so hat ihnen solches Iosua ohne Zweifel durch Gesandtekund thun/ oder auch ihre Vorgesetzte zu sich ins Lager könnenkommen lassen.

v. 14. Unv) vielleicht auch die Maonsbildc so über60 Jahr alt waren ; weil nur streitbare Männer verlangtwurden: vach4Wos. >/;. die auch besser znhons in anderenSachen zu brauchen waren/ und damit die Weiber und Kin-der gleichwol nicht allctue wären. Ja man mag sogar durch

Die tapfere Melden) selbst mir soviel verstehen als zaHaus nicht nöthig erachtet wurden/ zv Deschützung WcibSund Kinds und ihrer Sachen vor einem Anfall der Feinde:indem cap. 4/1;. nur von 40000 stehet/ die mit über den Jor-dan gegangen / welches ohngefähr der dritte Theil von dergavtz'cnAvzahlwar.

Es ist aber merckwürdig/daß nur dritchalb-und nicht z gan-ze Stämme von Moseli Erbschqfft erhalten. Wobey mallsich vorstellen köote/ daß die Gläubigen Alt. Test. von demGeheimniß der DreyEittigke-t nur;um theil und keine so völ-lige Erkenntniß gehabt / ob ste schon die Drey - Aahl in etwaserreicht haben. Ja auch solange Lhnstos nach dem Fleischnoch bey uns ist/ mögen wir fie nicht erreichen/ und er hat unsnoch gar viel zusagen/ welches wir in solchem Stand nichttragen mögen: svnderncsmußauchdcrTröster/brrH.Geist/kommen/ der vom Vater und Sohn ausgehet/ baß er uns in alleWahrheit leite/ und die Drey-Zahl gaotz und voll mache.

Laßt