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Der Heiligen Schrifft, und zwar Alten Testaments, anderer Theil : nämlich die Bücher Josua, der Richter, Ruht; die beiden Bücher Samuels, der Königen und der Chroniken, die Bücher Esra, Nehemia und Ester
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Lap. M.

Das Buch Josua.

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6. Und Josua sprach zu den Prie-stern und sagte: Traget die Lade desBundes / und gehet vor dem Volck hin-über! Da trugen sie die Lade des Bun-des und gierigen vor dem Angesicht desBolcks her. «.Mos. w/».

7. Und der HM sprach zu Josua:Diesen Tag will ich anfangen dich grosZu machen für den Augen des gantzenIsraels / daß sie erkennen/ daß/gleich-wie ich mit Moseh gewesen bin / ich somit dir seyn werde.

8. Und du sollst den Priestern gebie-ten / die die Lade des Bundes tragenund sprechen: Wann ihr ans Neuster-stevomMaster des Jordans kommet/so sollt ihr in demJordan stehen bleiben.

9. Und Josua sprach zu den KindernIsrael: Tretet hier herju / und höretdie Worte des HCrrn eures GOttes!

_ i.Pttr.4 /li.

v. 6. Wie zuvor der HErr in der Wolckemund Feuer

Säule vor dem Volck herzog / ^.Mos. '8/2.1. so wollte ervuoio der Bundes-Lade / die die Priester piertragen muß^teu/ vordem Volck her gehen/ und ihnen den Weg ausewewunderbare Weiße durch den Jordan bahnen / wie er solchesvormals durch das rothe Meer gethan hatte. ,

v. 7. Und wie er durch diese Hiudurchfuhrung durchdas Meer seiuen Knecht Moseh gros gemache hatte / so willer auch hier durch die Hindurchführung durch deu grosen Flußden Jordan thun / uod hierdurch seiaea Knecht den Josuagros machen vor dem Volck/ daß sie ihm gleich dem Moseh indemgrvseu Merck derEinoehmung des Landes Kanaan mögteo gehorsam sei,n.

v. 8 . WreaberdirHErrimAlt.Test.seiuVvlckdmchdie Schatten des Gesetzes gesühnt / so will er uun selbst vorseinem Volck im Neuen Test. unmittelbar durch seiuen Geistvorhergehen / und sie dnrch alle wafferderTrüdsaleu und Ge-richte / welches die Bedeutung des Worts Jordan mit fichbringt/ herdurchführcn.

Und hier pflegt er auch die Anführer und die geistlichenPriester / die Christum anpreisen / durch besondere Gabendes Geistes / ja auch manchmal durch einen wunderbaren Se»gen den er ru ihrem Zeuznißgiebet / viele Zeugenauch durchLeidendesTodes oder «obere grose Trübsalen über demZeug»» der Wahrheit/gros zu machen.

Ans Aeufserste) Disseitgleich bey dem Jordan,v. 9. Wie die Priester au dem Aeuffe rstrn des Jordans zustehen gekommen / so redete Josua das Volck an / umdieses»eue Geschlecht / so die vorigen Wunder meistens nichtgcsc»ben / dir inEgyptenundin demDnrchgangdvrchsrothe Meersich zugetragen / auch zu überzeugen/ wicfleounselbstendieAllmacht des wahren und lebeodrgenGOttcs / dem sie diene»ten/ zu sehen sollten gcwürdiget werden / um hierdurch indemGlauben gcstarcketza werden/ daß sie alle die mächtige Vdlckerin der Krafft dieses ihres GOttes überwinden würden.

Höret sie Worte des HErrn eures GL>ttes!) SoWt flchs gut mit in LLmpLpnc gehen /und man hat nicht Ur-iach stch ein Gewissen dabeyzu machen um Kriegs»Dienste zuwun / wenn der General nichts anders vorbringt als WorteGOttes/ und aus dem Munde GOttes selbsien commaudiret.

io.UndJosua sprach:Dabey sollt ihrerkennen/daß ein lebendiger GOtt mit-ten unter euch ist/der vor euch her gäntz-lichaustreibenwirddieLananiter/unddie Hethiter/ und die Heviter/ und diePheresiter/und die Girgasiter/ und dieA moriter/unddieJebusiter. ir.

Durch die siebenVälckerFanaans/welche hier wie s.Mosi7/l. alle mitNamcngcacuuct sind/ werden uns vorgestellt dieverschiedene Arten der Sünden «ab gefallenen Geister/ die un-ter der Anführung und dem Beystand des HErrn unsers GOt-tes von uns müssen überwunden und ausgetrieben werden.

Eananieer) heißt so viel als Rauffleuee und ein Rrämer-Volck/gleichwie sie auch der Handelschafft wegen des angren-zenden Meers sehr ergeben waren: Hiob 42/15-. Gprüchw.ZI/I4. Jcs.Lz/8. Jcr.io/17. Hos.11/8. Zeph.'/Ik. be-deutet aber auch solche die da plage» und demüthigen oder nie»verschlagen / und also Rrämer der Plage und Demüthi-gung. Ostcnb. >8/> >.

Die Hethiter) bedeuten so viel als eine zerbrechendeFurcht. Ihr Wcrck ist also/ daß stc Schrecken erwecken/UMuns dadurch niederzuschlagen/daß wir nicht nach der Vollkom-menheit jagen mögen/ sondern es ansehen als einen Stand z»welchem m diesem Leben zu gelangen schlechterdings unmöa.lich >ep/ wegen der vielen Schwierigkeiten/ denen man voll in-nen und aussen Ullterworfeu ist.

Die Hevirer) sind der Bedeutung des Worts nach so vielals Schwätzer/Erklärer/ oder auch die vom Schwätzen nahErklären leben : und werden dadurch die gefallenen Geisterangedeutet / welche in deri Gcdanckea/ in der Embildungs-Krafft und Worten der Menschen/ihrWtrck haben/ und stcheiner weitläufigen Hcrrschafft bemächtigen: wovon hier einmehreres zu sagen der Platz liichtgcsiattcn will.

. Die Pheresiter) bedeuten diejenigen so in DörffernundPlatzen ohne Maaren leben / oud also in Sicherheit woh-nen. Dieses Phercsttlsche Wesen äusscrt sich nicht nur in gro-ber Sicherheit/ sondern auch in subtilen Versuchrmgev/ bey de-nen die sich zu viel auf ehre vorige Erfahrungen/ Gaben und einbißgen schwacher Heiligkeit/verlassev/ und darüber die bestaa-digcWachsamkeitund dasunermüdete Bestreben nach derVoll-fommenhcit/alsunscrer Haupt-Pflicht/fahreu lassen: wodurchdann nicht nurgrosc Hindernisse entstehen/ sondern auch vielezu einem gefährlichen Rückfall/ ja einige zum völligen Abfall/jämmerlich verleitet werden.

DicserGefahr vorzubeugen lasset uns nüchtern seyn und tva-cheo/Ulld diegantze Waffen-Rüstuug Gottes anziehen. Cph. 6/>>.rc. In solcher Positur werden wir die Pheresiter nach demExempel Juda und Simcoos untertreten. Richt. i/z4.

Die Girgasieer) scheinen an der Abendfeite des Jordansgewöhnet zu haben/c. 14/ ir. uudstudnachderBcdeutrmgdeSWorts diejenigen die im Graab oder Unflat wohnen ; alsoirdisch-gesinnte oder besudelte anrcine Geister. Wann wirEappten gleichoerlassen haben / so empören sich die auch in derWüsten/ und thun einen Versuch / ob stc uns zur Liebe die,erWeltwieder verleiten / und unsere Begierden mit etwas irdi-sches verstricken können. So bemächtigten sich diese Geisterdes Dem»», 1. Tim. 4/ -0. Welche nun durch die beständigeAufäUcdicser Geister gantzübcrwnnden werden/die werben desGergesenern gleich/ die viel mit Schweinen umgiengeo/ sel-bige hochachteten/ undKhrisiovorzogen. Match. 8 /i 8 .; 4 .

Die Amorieer) deuten auf diejenigen Geister / die vollZorn und Verbitterung sind / allerhand Feindseligkeiten crrc-gen/und dieGemütheran einander hatzcn/badurch aberhcfftigeWiberwärtigkeiteu verursachen. Und zwar flad fle hauptsäch-lich beschäfftiget in Divgm sodas worr oder die Religion an-gehen/ da sie allerley Spaltungen aussäen/ auch unter denen sosich zu einem heiligen Leben bekennen / und durch ihre Vcrstt-chuagenksdahiuznbriogensachen / daß man einander wegenverschiedener Meynungen und Rc ligions»Formen hart vcrur,theile / damit also unchristlichrTrennungen und Verbitterun-gen mögen unterhalten werden. Woraus dann aus feiten der-

jenigen so noch unter allen Parteyen ein zart Gemüth haben oichtsals empfindliches LeidenundHcrtzeleyd entstehenkanWledanndasWortAmorieerohnrdemaucheinrn Schwäuer / und also/ wenn beyder Verstand zulammcngcoommcaV»rd/cmen bittern Schwäyer/ bedeutet: nämlich einen chlchen Geist der Khristo/dem sansstm Lam^

. , DleJebusiter) bezeichnen durch ihren Namen solche die da verachten und unter die Fusse treten.

die ^geistlicher Hoffarc erweckenund anrcitzen/Ulld die Seele versuchen daß sie sich in ihrcuGabc l>/p l cg6 e/ l n sschiclk sie n r u»he/und andere neben sich verachte: wegcnwklchcr anfbläheuden Geister auch Paulus in Gefahr geneth/und/wena dlkftJebust-

nrbeyihmdieOderhaadgemnmnhätten/inasdererSchwachheitseia<vRuhmwmbrgesuch"yabeo. ^