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Deutsche Rechtsalterthümer / von Jacob Grimm
Entstehung
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13
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einleit . formen, alliteration. reim, tautologie. 13

heit überhaupt getilgt worden, vgl. anra. zu Jw. p. 328.über har u. lieh Halt här und hüt. Unfere mhd. dich-ter, etwa Conrad und Gotfried ausgenommen, ver-fclunähen alliteratiouen, die lieh ihnen leicht dargebo-len halten.

C. Reim.

Von geleimten formen weniger zu fagen. Zwarlaßen lieh beifpiele wie: gut u. blut; dach u. fach; rathu. thal; weg u. Heg; land u. fand Afpelcr liofr. Wigand364; rufch u. bufch llaltaus 1568; hülle u. fülle; reinu. liein Lenneix p. 423 (a. 1589); Hock u. block; lignadicta vulgo Hock u. fprock Kindl. 1, 22 (a. 131G.); funtu. pi-unt Pellenzer w. pfund u. plrund Nenniger w.fonu u. brond Dreyfer w.; zock u. flock Irfcher w.;mann u. bann Irfcher W.; to ringe u. to dinge Herdikerhofsr. Kindl. 1, 406 (a. 1352.); weit u. breit; rucken u.zucken Walch 6,202. j geoget u. getoget Wigand 234.235.;leben u. weben; angen u. drangen Meichfn. 2, 932-; unge-zwungen u. ungedrungen Ottenheimer w.; unverrettenu. unverfpletten Wietzenmühlenrecht p. 25« und nochandere ohne mühe fammeln, auch aus den übrigen dia-lecten: wide ende zide; richten en gichten; Hek endeflek Fw. 350.; wed ende fclired Fw. 344; hamn okDaran Upl. kun. 10; bylia ok umhylia Upl. manh. 6, 5.vidh. 2, 1. Allein fie lind doch überhaupt ungleichfeltner als die alliteratiouen. Aus ihrer feltenheit, wäh-rend der reim bei den dichtem leit dem zwölften jh. indem häufiglten, durchgreifendften gebrauche Hand, binich zu folgern befugt, daß die gerichtliche fprache liehunabhängig von andern einflüßen in ihrer wefentlichennatur behauptet hat. Sind ihre wenigen reimformennicht gerade neu (N. Cap. 127- HHe und wifte, dasWeifobr. deukm. enteo ni wenteo), noch durch diefpätere zeit vermehrt, wie viel alterthümlicher muß diemenge ihrer feilen alliterationsformen erfcheinen, dieder weife der letzten jahrhunderte längll nicht mehrentfprach.

D. Tautologie.

Die meiflen der angeführten alliterationen und reimeenthalten zwar auch eine Wiederholung des begrilfs, zu-mal wenn beide wörter durch die bloße copula verbun-den werden; Hebel ein oder dazwifchen, fo könnenfchon mehr verfchiedene begriffe nebeneinander geßellt.