einleitung. fymbole. fchlüßel. ring. 177
ein weil) nach abßerben ires ehemannes, der mit Fchul-tlen beladen gewefen, die fchlüßel auf die bar legenund darniit von hab und g'uet abtreten möge. Fifchererbfolge 2, 213>
Schon bei den Römern wurden der neuvermählten diefchlüßel gegeben, der gefchiedenen abgefordert. Cic.Philipp. 2, 28: illam fuam fuas res fibi habere jutfit exduodecim tabulis; ctaves ademit, exegit. Ambrotiusepitt. 47. ad Syagrium: mulier offenfa claves remifit,domum revertit. Nach altruflil'chem recht, wenn liehjemand fchlüßel anbindet, wird er ein knecht, Ewersp. 334 » er tritt in den dienft und die gewalt des herrn,deffen thiir er befchließt; Fo könnte man auch die Fraufür die Fchlüßelträgerin des mannes anfehen.
CC. Ring.
Ringwechfel ift noch heute feierliches Zeichen des ge-tchloßenen eheverlöbniffes; früherhin Fcheint oft bloßder bräutigam der braut einen ring an den finger ge-deckt zu haben: ift der finger beringt , fo ift die jungferbedingt. Eifenhart p. 99* Umgekehrt tollte man nachden gedichten des dreizehnten jh. annehmen, daß dieliebhaber ringe empGengen, nicht gaben:
Fun, du Folt finneclichen tragen
verholne din niuwez vingerlin . MS. 2 , 25 i b .
weiz got, guotes wibes vingerlin
da 5 toi niht Fentte nü zerwerbenne fin. MS. 1,72*.
nim din glefin vingerlin für einer künegiime golt.
Waith. 50, 12*
Fun, lä dir bevolhen fin,
£wä du guotes wibes vingerlin
mugeft erwerben u. ir gruog,
da? nim* Parc. 31*. 4
er dructe an fich die Herzogin
und nam ir ouch ein vingerlin Parc. 3t c .
er zoch ir ab der hende ein guldin vingerlin.
Nib. 627, 3.
in allen dieFen Hellen ift nicht von förmlicher Verlobungdie rede, nur von eingegangnem liebesbund oder trau-terem Verhältnis, welches auch dem wechCelleitigen ring-geben in folgender ftelle des ungedruckten bruchftucksvon graF Rudolph E b vorhergeht:do da£ fpü was irgandie frowe gab ime fine wall
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