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Deutsche Rechtsalterthümer / von Jacob Grimm
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haus, alter .

termin ill auch den kurfürllen in der goldnen bulle an-gefetzt und nach vielen iiatuten gültig z. b. von Lübek,Hamburg, Goflar, Ikaunfchweig, Slraßburg etc. vgl.Ilailaus 998. 999- Da, wo zwölf ja!n;e die eilte Hufe,bildet er die zweite; wo 14, 15 elfte iiufe, erfcheint alsdie zweite 21«

9. ein und zwanzig. Die Weftgothen gaben vom 20.Jahr dem mann, vom 15. an dem weil) das liöcliüe wer-geld; vom 20. jahr an mutte der vater fowolil fölmeilals töchtern einen theil ihres Vermögens verabfolgen.\ ilig. IV. 2, 13. over ein aride tvintich jar fo is deman to linen dagen körnen. Sfp. 1, 42. Weder in denalten fränkifchen gefetzen, noclj in den capitularien fin-det lieh diele zeit ausgedrückt. Aber die eltabliiremensde S. Louis 1, 73 verfügen: gentilhons na aage de foicombattre devaut que il ait vingt un an; und 1, 142:liome coullumier li eit bien aage, quand il a paffe quinzeans, davoir fa teile . . . nies il nelt pas en aage de foicombattre, devant que il ait vingt un an. Jn einerurk. von 1214 bei Dueange f. v. aelas pleua: fcire vosvolumus, quod confuetudo antiqua et per jus adprobatatalis eit in regno f'rauciae, quod uullus ante XXI aunos polelt vel debet tralii in caufam de re, quam paterejus teneret fine placilo, quuin decelTit. lielege ausDeulfchland bei Haitaus.

10. vom zwanziglleu bis ins funfzigße bei männern,vom fünfzehnten bis ins vierziglte bei flauen rechnetendie Wellgothen des lebens krall. Mit dieler epoche liebtlie zu linken an, der menfch ilt über feine tage ge-kommen (framaldra dage managaize. Ulf., fram gigiengunin iro dagun. T. 2, 2.) Auch hier gab es eine natür-liche priifung nach dem vermögen, das pferd zu beliei-gen, das Ich wert zu fchwingen, ungehabt und ungeliabtzu gehen (f. 95-97.) Wie aber fchon vor der vollenmiindigkeit eine frühere galt, wurden Hufen des abneh-menden alters angenommen. Die gefetze des mittelal-ters belliinmen J'echzig jalirei over feßieh jae is demau boven fine dage körnen. Sfp. 1, 42; etzliclie liutejehen, wer 60 jar alt li, der li zu fineri tagen körnen.Culm. r. 171. Auch Jferthold nimmt p. 238 den allenmanu vom 60 jalir an. *) Den begriff eines liageitolzen,

*) biblifth fcheiuen die 70 jahre (pf. 90, 10), welche dcii be-griff der verfchollenlieit beliimmeu; 60 jahre find römifch, vgl.Feliu» £. v. lesageiiaiios. Yarro de vita pop. roiu. lib. 2>