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Deutsche Rechtsalterthümer / von Jacob Grimm
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eigen.

491

DRITTES BUCH.

EIGENTHUM,

Allgemeine benennungen für den begriff von dominiumlind 1. gollt. aigin (ovala ) ahd. eikän, nhd. eigen vonaigau (i'/ei r, teuere ? habere) woher aueh das alid. 6ht,agf. teilt. %. das adj. gotli. /ves oder fvefala (pro-prium)., ahd. lüäs, fuafav. *) 3. ahd. hapn, liapida,

nilid. habe, nhd. habe, von hapeu (habere). 4* ahd,tuet, guot, inlid. guot, nhd. gut, pl. guter (bona), vgl.lchwed. dän. gods. 5- golh. nitds , ahd. 6t, agl. eiid,altn,*audr (opes), wovon die adj. audags, ötak, eädig,audugr (opulent us, begütert.) b. das nhd. vermögenilt dein lat, facultas uachgehildet uud in diefem tiimfrüher ungebräuchlich. Bemerkonswerth feheiut, daBder alfdeuLicheu Iprache fubltanlivil'che ausdriieke fürdominus im ünne von eigeiiLhiimer mangeln, lie muffXfcii der participien aigands, eikanli, eigandi oder lia-rbands, hapenti bedienen; das feilwed. egare, dän. ejer,iTI. eignarmaSr, nhd. eigenlh Ürner lind fpäteren ur-lprungs; älter könnte eigner, eigenaere fein; altn. hand-hab ilt der bloße belitzer (mantenedor,) frauja und he-riro, herro bezeichnen llets dominus (gebieler) im ge-genlätz zu fervus und wir dürfen wohl heute Tagen;der herr des ackers, des pferdes (le proprietairp duchamp, du cheval) nicht aber ahd, heriro des acehares,des hrolfes. Sahha für res, als gegenliand des eigen-tliums, findet lieh feliou in der ulten Überfettung descapit. von 819. §-6, die gewöhnlichere bedeutung illcaul'a; wahrfcheinlich galt auch, wiht , golh, vaihts injenem litm.

Alle habe zerfällt in zwei hauptarten , in liegende,(feile, unbewegliche) und fahrejide. (lofe, bewegliche),jene nach altfirengem recht kann nur freien, diele auchunfreien zulteheu, jene nur feierlich , diele auch unfeier-lieh auf andere übergehen, jene nur von männern,diele auch von trauen ererbt werden.

*) Soeft iu Wefiphaleu, lat. SnfaUiui, «ltfothh Suäfat.