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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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Seite
VII
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Ich habe schon gesagt, daß- ich den Hrtt. Bellidor, in der Methode diese Wissen-Ichast vorzutragen, nachzuahmen gesucht. Man wird sich deswegen auch nicht wun-dern, daß ich die Muster von denen beym Canal vonLanguedoc ausgeführten großenWerken entlehnt, und um ihrer Beschreibung mehrere Vollständigkeit zu geben, desHerrn Andreossy Werk genutzt habe. Auch wird man es mir verzeihen, daß ichdie Geschichte dieses Canals fast fo ausführlich, wie ste der Herr de la Lande gege-ben, in meine Schrift verwebt; wenn mau meine Ab steht erwegk, fowohl denen die-ser ^Wissenschaft Beflissenen, als auch den Liebhaber» von dergleichen großen -Wer-ken nützlich zu werden; und wenn man beym Durchlesen nur einige Aufmerksam-keit darauf verwendet, wie viel Lehrreiches für denjenigen darin enthalten ist, wel-chem die Untersuchung, der Entwurf und die Ausführung von ähnlichen großenUnternehmungen anvertrauet wird. Ädem muß- das große Beyspiel des HerrnRiquets nicht zur Vorsteht, Meiß und Beharrlichkeit ermunternd lWer vom Vor-nrthcil nicht eingenommen und von Eigenliebe frey ist, muß von Bewunderung hin-gerissen werden, wenn er alle die fast unübersteigl-ich scheinenden Schwierigkeitenerwogt, welche die Lage der Gegend und dre Beschaffenheit des Bodens säst beyjedem Schritt der Ausführung entgegen fetzt, und wenn er steht, mit welcher Ge-fchieklichkeit die diensamsten IUittel angewandt werden,, alle diese Hindernisse ausdem Wege zu räumen. Ja er muß sich freuen, daß das vorgesetzte Ziel glücklicherreicht, und dieser Wissenschaft ein Denkmal und Vorbild errichtet ist, daß, wie esda steht, und wie es entstanden, fast alle beym Eanalbau allgemein anwendbareRegeln enthält und ein eigenes Studium verdient, daß nicht unbelohnt bleibt.

Aus dem Verzeichniß des Inhalts werden meine Leser die Einrichtung undben -flau, welchen ich beym Entwurf dieses Buchs mir vorgeschrieben, fo völlig cr-fthen, daß ich zu mehrerer Erläuterung nur noch hinzuzusetzen brauche: daß, da dieAlüßc einen wesentlichen Theil der innern Schiffahrt ausmachen, ich solche keines-Weges hier übergehen durfte^ und ihnen der Ordnung wegen den isten AbschnittWidmen mußte. Um die Geschichte und Beschreibung des Canals von Languedot>besonders denen die keine Kunstverständige, sondern bloß Liebhaber dieser Wissen-schaft sind, desto verständlicher zu machen, war ich genöthigt, derselben den 2 ten,3ken und gten Abschnitt als eine Vorbereitung voran zu schicken. Den fernerhinbeobachte wird man hoffentlich auf eine natürliche Ordnung gegründet