Entwurf eines Eanals. Zg
Monath angefüllt werden: mithin bleibt vom Zufluß noch 290,321600 Eu- Tab. Ilbicfuß übrig.
Eine Schleusenkammer, die 90 Fuß lang, 20 Fuß breit iß, und Z FußFall hat, erfordert zu ihrer Anfüllung 14,400 Cubicfuß. Doch ehe wir weitergehn, muffen wir einen sehr wichtigen Punkt erß auseinander setzen und er-klären. Ntit Vorbedacht habe ich hier Fig. 4 - an dem einen Ende des Ver-theilnugspunkts eine doppelte Schleuse 8 und an dem andern eine dreyfacheangelegt, welches nie geschehen muß, wenn man Ursache hak, mit demWafservorrath des Vertheilungspunkts haushälterisch umzugehn. Vielmehrsoll man hier nur einfache Schleusen anlegen, und ihnen überdem kein starkesGefalle geben: fürnemlich wenn die daran stoßende und tiefer liegende Canal-ßrecken besondere, wenn auch nur geringe, Wafferzußüfse haben: damit beyjedem herauf kommenden und herunter gehenden Schiffe, der Vertheilungspunktnur eine Schleuse voll abzugeben brauche. Sey den mehrfachen Schleusenerfordert jedes Schiff beim Heruntergeht! nur eine Schleuse voll, beim Hin-aufgeht! aber so viel als Kammern snd. Sehen wir also die Schleusen 8und W als einfache Schleusen an, so wird jedes Schiff zum Durchgang zweySchleusen voll brauchen. Wiegen der Ausdünßung und dem DurchseigenWollen wir diese Ltnantität vierfach oder zu 115,200 Cubicfuß annehmen; daalsdann folgt, daß der vorerwähnte Überschuß von 290,321600 Cttbicfuß für2520 durchgehende Schiffe hinreichend iß. Rechnet man für die eine Hälfw2g und für die zweyte nur 15 Laß, jede zu 4000 Pfund, als mittlere Ladung,so Iönnen in jedem Jahre 50,400 Laß auf dem Canal verfahren werden. Unddieses iß gewiß schon ein ansehnliches Commerrium.
Mit Fleiß habe ich hier den Zufluß sehr geringe angeschlagen, um vor-läufig zu zeigen, daß im Grunde zur Unterhaltung einer solchen Schiffahrtnicht so viel Wasser, als man glaubt, erfordert wird; und fürnemlich Diejeni-gen zu beruhigen, die, wenn ße über dergleichen von andern entworfene Pro-jekte zu Rathe gezogen werden, mit anscheinender Ängstlichkeit den zu befürch-tenden Wassermangel zum Vorwand nehmen, um die Ausführbarkeit zweifel-haft zu machen. Zm roten Abschnitt H. 164. wird hievon noch vieles vor-kommen. Jetzt wollen wir wieder zum Damm all zurückkehren, und in dem-