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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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49
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Von den Qncrprosilen.

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die wie vorgesagt, den Wellenschlag schwächen, und den Fuß der Ziehdämme Tab.IH.oder Ziehpfade sichern, 4 Fuß breit ist. Die Abdachungen e g und L ll haben4 Fuß Höhe und 6 Fuß Anlage und sind mit Keilsoden aufgesetzt. Die obereBreite der Ziehpfade K i und 1r ll ist 12 Fuß, und die Ableikungsgräben1 und rn stnd oben 6, unten 4 Fuß breit und 4 Fuß kies. Eis nehmen daßRcgenwasser und andere kleine Zristiiße auf, die an gelegene« Deren unter demZiehpfade durch, in dem Eanal geleitet werden.

Da der Eanal größtentheils in einem Sandboden hergehet, so war es «mdeßo nothwendiger, die User aa und h ck ziemlich stach zu machen, und ihnenetwas mehr als 2 Fuß Anlage auf jedem Fuß Höhe zu geben. Aber manstelle sich die Kosten vor, wenn in einer Strecke von Jio Ruthen, 4<r bis §<,

Fuß, und in einer andern von 44» Ruthen Länge, Zo bis Z5 Fuß tief ausge-graben, und die Erde weit weg gebracht werden mußte.

§- 46.

Wenn, wie bey Fig. g. der Erdboden mit dem Wasserspiegel des Canalsfast gleich hoch lieget, und in niedrigem Boden, als in DIiesen und Rrooc-grund hergehet, so wird zwar unser angenommenes. Hanptprostl in Ansehung,des Schlauchs ca b ä hier und ferner beybehalten: hingegen ist bey der An-lage des Ziehpsads A i und der Berme ll ll, die von dem auszngrabende« Erd-'boden aufgebracht werden müssen, alle Vorsteht anzuwenden, um besonders denersteren die gehörige Festigkeit zu geben. Beide Ziehpfad und Berme, liegen ZFuß hoher als der Wasserspiegel; die kleinen Berme» e 6 und st l, werden, wieschon gesagt, mit Rasen belegt; die Abdachungen 0 § und k h mit Keilst den,

M einer Schräge, Fuß auf Fuß ausgesetzt, und dem Ziehpfad A 1 rs, so wie derBerme ll ll 6 Fuß zur obern Breite gegeben. Der Fall gegen i kaun 4, unhder gegen ll 2 Zoll betragen. Überhaupt wird auf jedem Fuß Breite s ZollGefalle z« dieser Abstcht hinreichen.

Wenn der ausgegrabene Erdboden fett, weich oder Mooricht ist, so muß ertnit etwas Sande gemischt oder das Ziehpfad und die Berme damit gedeckt,

Und Fuß auf Fuß gelinde zusammen gestampft werden. Das übrige der aus-T«grabeneri Erde wird links von 1 und rechts von aufgeschüttet ttyd gerbenet.

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