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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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59
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Von den Querprosilm. A,

habe»/ daß solches mit der Zeit von selbst aufhört. Kann man öcrglei-Tak. lll-chen Gegenden durch einen nicht gar zn langen Umweg vermeiden, so istes desto besser und sicherer. Auch in dem Felsen sinden sich oft Nisse undspalten, durch welche das TDasser abstießt. Diese Miß mein sorgfältig nachsu-chen, und wenn sie so groß, daß sie durch Stcinkitte nicht zu verstopfen sind,so muß man sie etwas mehr als ihre Breite beträgt, 9 Zoll oder 1 Fuß tiefaussalzen, in solche genau zugehauene Steine einsetzen, mit guten Terras ver-mauern, und oben verkitten, damit kein Wasser durchkommen kann.

tz. 56.

Da das Alisbrechen und Sprengen des harken Gesteins und des Felsenssehr langwierig und kostbar ist, so sucht man diese Arbeit dadurch zu verringern,daß man dem Canal, wie Fig. iZ. im Prosil zeiget, nur die höchstnöthige Breitegiebt, daß ein einzeln Schiff dadurch kommen kann, nemlich: zur Breite a liim Boden 16 bis ig Fuß, aus der Wasserfläche e <1 ig bis 20 Fuß, und denZiehpfad e e bis auf 8 Fuß Breite einschränkt. Die Abdachung e k kann auf0 Fuß Höhe i Fuß Anlage haben. lWcnn dieser auf eine oder die andereVoeise durch den Felsen zu ziehende Canal in einer beträchtlichen Breite fort-gehet, so würde, wenn das einem andern entgegen kommende Schiff, so langewarten muß, bis dieses den engen Canal verlassen hak, viele Zeit verlohren ge-hen: weswegen dann etwa alle 100 Nnthen ein so genannter Einlegeplatz alsk l Fig. 14. gemacht wird, in welchem nach einer festgesetzten Ordnung das eineSchiff so lange sich hineinlegt, bis das andere vorbey gegangen ist. Hier istdie Canalbreite in rr im Boden ag und aus dem Wasserspiegel Z2 Fuß. Die^änge ll 1 richtet sich nach der Länge des Schiffs mit seinem Steuer, 0 x mußüber Z bis 4 Fuß weiter seyn, damit das Schiff einen desto freyern Ein - undÄnsgang erhält.

Zst das Gestein so beschaffen, und von der Güte, daß es zu den Schleusenund andern zu erbauenden Werken zu gebrauchen, so werden die Kosten desBrechens und Sprengeng desto reichlicher ersetzt, je mehr dieses Material inder Mähe ist.

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