Zg Vierter Abschnitt.
Lab. III. einer graben Linie lr ll mit Keilfoden aufgesetzt, oder aber noch besser mitAbsätzen herauf gebracht werden. Die dazwischen liegende Bermen, vonbis 2 Fuß Breite, werden mit doppelten gleich hohen Zäunen o, p,^ von Weidenbusch versehen, und die von ein zum andern bleibende klei-nen Abdachungen, wie auch die innere Abdachung b k gleichfalls mit Keilso-den nach und nach so aufgesetzt, wie die Erde von unten auf eingebrachtwird. Diese Erde muß durchgehende« auf jede 9 Zoll oder höchstens aufjedem Fuß Wohl eingestampft werden. Die Berme k ll, die 12 Fuß breitist, kann bey k 2 Fuß höher als der Wasserspiegel des Canals seyn, und ge-gen Ir 6 Zoll Gefalle haben. Ist die aufzubringende Erde von schlechter Be-schaffenheit oder sehr sandig, so wird man wohlthun, um das Durchfeigen zuverhüten, eine Z Fuß dicke Thonwand r unter die Ntitte der Berme k Ir anzu-legen, und solche s oder Z Fuß unten in dem festen Boden einzusenken.
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Schwer 'und kostbar wird die Ziehung des Canals, durch einem steinigte»Boden, wo mit der Schaufel nichts mehr auszurichten, sondern die Hacke ge-braucht werden muß ; noch weit mühsamer, wo der Felsen nicht anders als durchdas Sprengen mit Pulver zu gewaltigen ist.
Die Beschaffenheit des Gesteins und des Felsens muß genau untersucht,und besten Behandlung darnach eingerichtet werden. Es giebt i) Erd - undSandboden, in welchem viele zerstreuete Steine und Kiesel liegen, der mit derHacke aufgehauen werden muß, mit der Schippe aber herausgefordert werdenkann. 2) Ein fester steiuigker Boden, der aber, wenn er an die Luft- kömmt,stch blättert, in kleine Stücke zerfällt und am Ende fast ganz verwittert: so daß,wenn man ihm Zeit läßt, er mit der Hacke gut Herairs zu bringen steht.Z) Sandsteine und Marmor können auf die gewöhnliche Art heraus gebrochenwerden, ä) Würkliche Felsen, die aber selten anders, als durch das Sprengenmit Pulver zu gewinnen sind. Die erste Art hat dann und wann den Fehler,daß sie wegen ihrer Lockerheit, das Wasser so stark durchläßt, daß ein ansehn-licher Theil davon verlyhben geht. Geschiehet dieses Durchfeigen im Boden desCanals, so ist ihm schwerlich abzuhelfen. Man will jedoch die Erfahrung g--