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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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Geschichte des Eanals von Larigueboc. tzK

psluß an einem Orte, nahmens Cals, abdämmte, dessen Wasser, mittelst einesTrabens, wovon er den Gang nivelliren ließ, bis nahe an das Dorf Campma-M geleitet werden könnte. Zugleich fand er, daß unten am Berge in derEbene von Revel, der Fluß Sor, mittelst eines Grabens, von Revel nach2^ourouse zu leiten stehe. Er sahe, daß der Berggrabe auf seinem Wege,sehr leicht die Gewässer verschiedener Bäche, als des Alzan, Bernassone,§arnpr>, Lampillon und Rieutort, aufnehmen würde; daß dieser Grabe, aneinem -Orte, Conquet genannt, dem Thale Dürfort gegen über, in dem. FlußSvr einfallen, seinen Lauf durch das Gebiethe und den Berg von Campmazessortfeßen, sich mit dem Fluß Laudot vermischen und einen Wasserbehälter anfül-len würde, der bey St. Farriol in dem obern Theil des Thals von Vandreüilangelegt werden könnte; damit von. hier das Wasser in dem niedern Theil die^sts Thals abgelassen, und stch mit dem Graben, der das Wasser des FlussesSor, von Revel abführt, an einem Orte, las Toma-ses genannt, vereinige. Die-ser als der wichtigste Gegenstand, diese Gewässer in hinreichender Menge zusammeln und an dem VertheilungSpunkt bey 9 c on rollst zusammen zu bringen,beschäftigte dem Herrn Riquet sehr lange Zeit.

Von diesem Vertheilungüyunkt, den schiffbaren Canal bis in die GewönneZU führen, hatte er drey Prostete, die gleich thunlich waren. Er entschloß stchdeswegen erst nach vieler Überlegung, vom Vertheilungspunkt den auszugraben-dcn Canal so zu führen, daß, indem er die Flöße Giroult und Lers verläßt,er bis in die Garonne bey Toulouse und bis in ihre Stadtgräben geht.

Wegen der Leitung des Eanals vorn Verthcilungspnnkt gegen das Mittel-ländische Meer, bis an die Nöbine von Narbonne, hatte der Herr Riquet dasProseck, einen Canal bis an dem Fresquel-Flnß zu zieh», und sowohl diesen alsdie Unde, welche ihn aufnimmt, schiffbar zu machen; alsdann in der Nobine überNarbonne bis in's Meer sortzugehn, so wie man dieses in der von M deFeri60gpubljeirten Carke des Eanals- findet Dieses Prostet wurde aber bey der'Anssüh-t»ng gar wenig befolgt, weil der Herr Riquet bald einsah, daß es bester seynWürde, diese Flüße, auf welchen dia Fahrt sthr ungleich und ungewiss zu vermeiden.

Der Herr Erzbischvs von Tonloust, welchen der Herr Riquet seinen PlanMittheilte, fand ihn unermeßlich oder vielmehr unmöglich. Unterdessen entschloß

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