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Geschichte des Canals von Languedoc.
Nach dieser Besichtigung und dem Bericht, welcher dem Könige von demAusfall dieses Versuchs abgestattet worden; konnten Sr. JNajestät an der^Möglichkeit der Ausführung des Gemeinfchaftscanals beider Meere, nicht mehrzweifeln, und befohlen dem Herrn Ritter von Clerville, General-Commiffair derBefestigungen von Frankreich, einen genauen Kostenanschlag, von dem, was zurgänzlichen Ausführung dieses Projects erforderlich, aufzustellen.
§- 6r.
In folgendem Monath December wurde auf Befehl der Herrn Bezonsund Tnboef, ein besonderer Bericht und ein geometrischer Plan, von diesem Gra-ben, der Gegend wo selbiger durchgeht, und von der Beschaffenheit des Bodens,verfertiget. Der Verfasser dieses Berichts behauptetes daß durch keinem Geistder Eifersucht gereizt, er bemerkt, daß es schwer halte, die Gewässer des Schwar-zenbergs, welche er den verflossenen inten August gemessen, und nicht sehr er-giebig gefunden, einen so weiten Weg bis nach Nonroufe, fürnemlich im Som-mer, und durch einem sehr schlechten und an vielen Stellen sehr steilen Bodenzu führen, ohne daß ste unter iWegeS wenigstens ein Drittel ihres Gehaltsverlöhren. Diesen Beschwerden abzuhelfen, that er den Vorschlag, die Gewäs-ser des Schwarzcnbergs zu verlachen, und steh der von den Flüssen in der Ebenezu bedienen, die, selbst in den trockensten Iahrszeiten, sehr ergiebig wären, undWodurch auch die Kosten sehr vermindert würden. Er gründete diesen Vor-schlag auf die Versicherung gewisser Landesbewohner. Aber jetzt ist es bestätigt,daß sie steh geirrt.
§- 62.
Zu gleicher Zeit beschäftigte man steh mit den Nkitteln, die ansehnlichenSummen auszubringen, welche die Ausführung des Canals erfordern würdeEs war natürlich, daß die Provinz Languedoc, die den größten Nutzen von die-ser Veranstaltung zu hoffen hatte, auch zu den Kosten beitragen mußte. DerKönig gab es dem Prinz Conti auf, diesen Beytrag von den versammeltenStänden zu fordern.