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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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Fünfter Abschnitt.

In der Rede, welche er deswegen hielt, zeigt er die Vortheile und dasGlück, welches die Provinz durch die Vereinigung beider Nteere erreichen wür-de ; die Nothwendigkeit eines guten Hafens an der Kühe, der in genauer Ver-bindung mit dem Canal siehe; versicherte, daß der König der Provinz den Nu- .Heu von allen den Ausgaben, welche sie zu diesem Werk verwenden würden, !überlasse, und sich nur die Ehre davon vorbehalte; ja daß der König die zu '

andern Behuf nöthigen Ausgaben einschränken werde, um aus ihrem königlichemSchatze dazu beyzutragen.

Auch der Bischof von VivierS hielt, als Präsident der Versammlung, eine ,Rede, in welcher er sagt: daß die Stände sich bestreben würden, Sr. Maje-siät alle Ergebenheit zu bezeugen. Unterdessen bewilligten die Stände, nach derBerathschlagung am i6ten Februar 1666, dem König nur ein srcywilliges Ge-schenk von 1,700,000 Livers, gaben jedoch nichts zu den Arbeiten des Canals.

Als sich aber die Stände Ende November desselben Jahrs versammelt, und ih- !nen ein genehmigter Kostenanschlag, ein vom Könige den ichten November ein-gegangener Contrakk, nebst andern Beschlüssen mitgetheilt worden, erklärten siesich, die Summe von 2,400,000 Avers zu den Eanalarbeitcn zu verwenden. DieVersammlungen, welche bis zur gänzlichen Vollendung dieses Unternehmens folg-ten, bewilligten zn verschiedenen Malen, sowohl zum Eanal als zum Hasenvon Eckte, noch ansehnliche Summen, die dermalen iZ Ntillionen betrugen,jetzt aber würklich 2.4^ Millionen ausmachen würden.

§- 6Z.

Der Kostenanschlag des Ritter von Clerville war den Zten Oktober vol- ^lendek, und durch einen Beschluß des Geheimenraths vorn 7ten d. M. bestätigt.

Es wurde dabey verordnet, daß die in diesem Anschlag ausgeführte Werkeöffentlich zum Verkauf auögeboten, und dem Niindestnehmenden zugeschlagenwerden sollten. So fleißig und genau auch dieser Anschlag verfertigt war, sowar es doch nicht möglich, bey einem so großen Unternehmen alles vorher zu ^

sehn. Die Erfahrung mußte vieles lehren, und selbst der Herr Clerville müßtees der Klugheit des Unternehmers überlassen, die nöthigen Veränderungen, dieauch in dem Verfolg der Arbeit häufig vorsielen, zu. machen. ^