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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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Geschichte des Canals von Langnedoc.

kek man gesehen hak, daß das Waffer des Schwarzcnbergs bis rtts Bassin von^onronse geführt, daß man die Canäle längs den Missen herauszieht!, oder sichsolcher selbst dazu bedienen bann, und nachdem alle diese und noch viel andereDinge so handgreiflich und sichtbar gemacht sind, daß niemand mehr an derMöglichkeit des Unternehmens zweifeln kann.

§- 72.

Nachdem im Januar 167Z dieser fertige Theil des Canals, in wenigerals tt Tagen, durch dem Zustußgraben mit Wasser angefüllt war, kamen vierder größten Gaconneschiffe zu Nonrouse an, und gierigen mit Lebensrnittel undMaaren für Partikuläres nach Toulouse zurück. Am Ende dieses Monathsschiffte sich der Erzbischos von Toulouse zu Norm rufe ein, um sich nach seinerHauptstadt zn begeben. Die Kaufleute von Gaillac, welche ihre Weine zuBourdeaur nicht hatten verkaufen können, bedienten sich des Canals, um sie inLauragais abzusetzen. Der Herr Froidour sagt in seinem Schreiben vorn allstenAebruar 1672: daß wenn der Canal nach dem Mittelländischen Meere zu, sogeöffnet gewesen, als er es gegen das Weltmeer war, so würde die Provinz indiesem Jahre über eine Million, durch den Absaß ihres Getraidcö, gelöset ha-ben, weil es zu iMalta, in Sieilien und in verschiedenen Gegenden Italiens,daran mangelte.

Der Herr Intendant, der eine genaue Besichtigung der Werke des Canalsvornehmen wollte, begab steh nebst dem Herrn Riguet nach Celte, untersuchte dieArbeiten dieses Hafens, und nahm seinen Weg längs dem Caual bis nach Tou-louse; und nachdem er auch die Mmffer von St. Ferriol, und die Jnleitungs-grabeu in Augenschein genommen, begab er sich nach Bonrepos, dem Schlöffedes Herrn Niquets, wo der Bischof von St. Popoul war, und machte mit ihmeinen schriftlichen Aussatz, von dieser Besichtigung.

Nach diesem Aussatz war dermalen das Bassin von Nonrouse nicht alleinausgegrabeu, sondern auch durchgchends mir Quadersteinen verkleidet, wodurchdieses Werk dauerhaft und schön wurde. Die Ausgrabung des Canals zwischendicstm Bassin und Casteluaudary war vollendet, und mau arbeitete sehr fleißigan den Schleuseufälleu, die nothwendig waren, um den folgenden Monath

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