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Fünfter Abschnitt.
§- 70.
Nach dem Profect des Herrn Riqueto, und dem Anschlage des Ritter Clcr-bille, sollte der Canal, wegen des kürzern Weges, in einiger Entfernung von derStadt Casteluaudary hergehn. Die Einwohner dieser Stadt, die weder Flußnoch Bach zum Fortbringen ihrer Lebensrnittel hatten, wünschten, daß der Canalan ihren Mauern herausgelegt würde. Nachdem die Einwilligung des Königsdazu erhalten, ließ der Herr Rignet steh solches gefallen, und übernahm diese ver-mehrte Arbeit, gegen Zo,c>oo Livres, welche ihm die Stadt bezahlte. Diese vorndem sehr kleine Stadt, hat ihre Vergrößerung und Wohlhabenheit dem Canalzu verdanken, der fetzt an ihren Mauern, in dem Thal Pre de l'Etang oder derTeichwiese hergeht. Der Herr Niquet benutzte dieses Thal sehr vorthcilhaft,indem er es sperrete, und ein Bassin darin anlegte, das an 100 Klafter im Um-fange, in der Mitte ig Fuß Wasftrtiefe hat, und welches seitdem zum Theilmit Quader eingefaßt worden.
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Anfangs 1672 wurde der Canal von feiner Einmündung in die Gewönnebis nach Nouroufe fertig. Nach dem Schreiben des Herrn Froidour vom6ten May 1771, blieb bey dem damaligen Zustande der Werke, so wenig Ar-beit zu machen übrig, daß er versicherte, daß vor Verlauf des Jahrs, der Canalso vollendet seyn würde, daß man ohne alle Widerrede steh desselben zur Schif-fahrt bedienen könne; setzt aber hinzu: Unterdessen werden sie unter dem größtenTheil der Landbewohner kaum jemand finden, der nicht behauptet, daß diesesUnternehmen keinen Fortgang haben werde. Denn außer dem Vornrtheil undder Unwissenheit, reden viele aus Verdruß, daß ihnen für ein Stück Land,welches man zum Canal genommen, die gehosske doppelte oder dreyfache Entschä-digung nicht geworden ist. Viele haben die übele Gewohnheit, alle große undaußerordentliche Unternehmungen zu mißbilligen und zu verfchreycn; Anderesprechen aus Neid und Eifersucht gegen die Verdienste und das Glück desHerrn Riguetö. Und endlich sind wenig Menschen in dieser Provinz, die vondiesen Arbeiten einige Kenntniß besttzen, und reden nur das nach, was ste vonandern hören. Es fehlet also diesem lWerke nicht an Vviderfprechern, ohnerach-