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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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86
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86 'S .Fünfter Abschnitt.

Ende bis zum andern im Gang kommen würde. Aber er hatte nicht das

Vergnügen, diesen Gegenstand, als das Ziel seines Verlangens, ganz vollendetzu sehn: er ssarb den issen Detober i6Zo.

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Zu dieser Zeit waren nur noch bey Somail Z Meilen des Emmis zu

verfertigen. Die Söhne des Herrn Riguets, Johann Matthias Riquek vonBonrepos, Supliken-Meisier, und Peter Paul von Riquet, Gras von Care-mann, Lieutenant der französischen Garde und nachmaliger General-Lieutenant,von dem Eifer ihres Vaters belebt, eilten sie, dieses Vverk zu vollenden undden Eanal in schiffbaren Stand zu setzen.

Sobald der Eanal fertig war, bat der Herr Bonrepos den König, dieAnnabrne zu bewilligen; zugleich die außerordentlichen Arbeiten und die nachdem Beschluß von 1677 wichtigen Vermehrungen, wie auch diejenigen, welchenach diesem Zeitpunkt von seinem Vater oder von ihm verfertiget, schätzen zulassen. Der Herr d'Agueßau erhielt nebst dem Herrn de la Feuille und demJesuiten-Pater Morgues den Auftrag, diese Annahme vorzunehmen. Ander-seits baten die Stände von Languedoc den Cardinal Bonzy, den Befehl er-gehen zu lassen, damit in allen Provinzen des Königreichs und in den frem-den Ländern durch Anschlagzettel kund gethan würde, daß die Schiffahrt deSCanals zu Stande sey.

Vorgenannte drey Herrn, in Begleitung der Söhne des Herrn NiquctS,des Barons de Lanta, des Herrn Sombrail, Schatzmeister von Frankreich,nebst den Herren Andreossy, Gilade und Contigny, Directeurs oder Control-leurs der Werke des Canals, reiseten den Lten Marz iöZi von Besseres ab, undbesahen den ins Trockne gesetzten Eanal bis an seinem Aussiuß in die Garonne.Indem sie dessen Ufer folgten, untersuchten sie mit allem Fleiß dessen Abdmchnngeu, die Schleusen, Dämme,. Überfälle, und alle andere Werke. Sie be-sahen auch den Wasserbehälter von St. Ferriol und die Zulcitungsgräben.

Der Herr d'Agueßau gab während des Ganges seiner Besichtigung Be-fehl, überall das: Wasser: einzulassen, und sobald der Canal angefüllt war,schiffte er sich den iZten März an dessen Ausssuß in die Garonne, aus einer