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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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87
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Geschichte des Canals von Langnedsc. b7

zu dieser Reise besonders zubereiteten großen Barke ein, um den Versuch seinerersten Beschifsung zu machen, und kam den ryten nach Castelnandary. Wäh-lend der Fahrt ließ er von 100 zu 100 Klafter Länge die Waffertiefe meffen,Und entwarf das Protokoll über dem Zustand des Canals

Der Herr Cardinal de Bonzy, der, als erster der Stände, Zeuge einesfür die Provinz so wichtigen Vorgangs seyn wollte, begab steh mit einer gro-ßen Begleitung nach St. Popoul, von wo der Herr d'Agueßau sie abholte,"nd den igterr nach Castelnandary führte. Den rgten gab der Bifchof vonSt. Popoul dem Canalwasser, den Schiffen und der ganzen Gesellschaft denSegen, und diese Ceremonie endigte steh durch ein Dornn und durch Ge-bethe für den König, welchen das Freudengeschrey unter dem Donner derCauonen und dem Gewchrfcuer der Einwohner, die das Ufer des Canals be-setzt hatten, folgte.

Der Cardinal und die ganze Gesellschaft bestiegen das für ste zubereitetej Und wohlansgezierte Schiff, welchem zwey andere für die Bediente, und noch

^3 Schiffe von der Garonne folgten, die mit französischen, englischen und hol-

> bnidischcn Waaren beladen, steh dieses Weges bedienten, um nach dem Mit-telländischen Nreere und nach der Messe von Beaucaire zu gehn. Ein inForm von Galere gebauetes Schiff zog die Barke des Cardinals, und warMit Mustk besetzt. Ein Canonenschnß gab das Zeichen zur Abfahrt. Bey,der ersten Schleuse, wo ein herrliches Mittagsmahl bereitet war, wurde an-gehalten. Nachher gierig man durch diese so wie durch alle andere mit vielerGeschwindigkeit und Leichtigkeit, und nahm zu Villepinte das Nachtlager; so*uie den Losten zu Penantier, den Listen zu Puicherie, und den LLsten zu Rubia.-Oie Tagereisen waren kurz, weil der Herr d'Agueßau und der Pater Mor-,8 M'ü ihre Beobachtungen mit eben der Genauigkeit fortsetzten, und auch um! öer Ncugierde des Volks zu genügen, das nicht müde wurde, ein so ganz

Keiles Schauspiel, eine Flotte an Ärtcr passiven zu sehn, wo man vordem

^Nihe hatte, Wasser zum Bedürfniß des Lebens zu stürben. Den LZsten bliebö'e Flotte zu Capestang, und den aasten, nachdem ste durch den Malpaßeinem Berg der vorn Canal durchschnitten, kam ste bey der achtfachen Schleusekvu Fonserane bey Bezieres an, und stieg durch selbige in den Qrbstuß her-