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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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Fünfter Abschnitt.

der Gaxonne viel beträchtlicher. Das Frauen-Ksostep des guten Hirte«,Toulouse, wurde durch das Wasser zerstört, und diese armen Mädchen, nebstihrem Directeur, dem Pater Dadon, unter den Ruinen zerschmettert. Die Werkean der kMündung in die Garonne wurden gänzlich ruinirt, und die Vorsehun-gen des Canals, die Magazins und Wachthäuser durch den Zusturz des Was-sers fortgerissen. Die Eigenthümer des Canals sahen steh genöthigt, Erde her-beizuschaffen, um demselben ein neues Bette zu geben, und unermeßliche Werkevon Maucrwcrk aufzuführen, um hinkünstig dergleichen Zufällen zu widerstehuund zuvor zu kommen. -

Im Oktober 1756 st'el in Niederlanguedor ein anhaltender und so starkerRegen, daß fast alle Flüsse aus ihren Usern traten, in den Canal einstürztenund vielen Schaden verursachten. Füruemlich machte der Argendouble - Flußeine Öffnung in dem Ziehpsad, der nach der alten ^Wasserleitung von Inarregehet. Der Oguon - Fluß stieg Z Fuß über die Thüren der Halbschleuse, dirig Fuß höher als der Fluß lag. Der heftige Fluß Nepondre erhob steh überdas Danket der Drücke, und sehte den Canal unter Wasser. Diese Über-schwemmung entstand durch dem Zurückstau des Aude - Flusses, der steh in derganzen Ebene bis unterhalb Narbonne ausbreitete. Die Ableitnngs - und M-bengräben von Mubia und Paraza schwelleten an und stelen in dem Canal.Überhaupt war kein Fluß noch Bach an der Bergseite des Canals, zwischenTrebes und Dezieres, dessen Wasser steh nicht mit dem des Canals vereinigt-

Wenige Jahre verflossen, daß nicht ähnliche Ereigniffe an mehr als einclNOrte, Minder oder mehrem Schaden verursachten. AllH wovon der Herr de la.Lande Nachricht giebt, herzusetzen, würde hier zu weitläuftig seyn: nur zweyerVorgänge will ich noch erwehnen. Ende October 1766 st'el in Niederlangue-dvc abermals ein so heftiger und anhaltender Regen, daß fast das ganze Landunter Wasser kam. In der langen Canalstrecke erhob steh der Fluß CesfUwovon ein Theil in dem Canal ausgenommen ist, so entsetzlich, daß, nachdem ^die Drücke bey Cabeßac fortgerissen, die Schütten des Canals zu Mirepeiß^durchdrang «nd zerbrach. Die mehrsten der LeitungSgräben des Wildenwassttd,wurden verstopft, und die Gewässer stürzten in dem Canal. Hiezu kam nochalle-das Wasser, welches in einer Erstreckuug von 10 Meilen, in den Gründet