ivZ H (sechster Abschnitt. '
§)ü dieses eines der wichtigem lWerke des Eanals ist,' so will ich dcffen aus-führliche Betreibung bis an seinem Ort verspüren. -
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Die Städt BeziereS zählet 2§svo Einwohner, ist aus einer Anhöhe bele-gen, von welcher man die schönsten Ausführen hat. Nenn stehet hier Überbleib-sel eines Maischen Theaters und anderer Alterthümer. Sie ist das Vaterlandder Herrn Riquets und mehrer" großem Männer.
iiZ^Klafter vorn Orb-Flnß kömmt man durch eine doppelte Schleuse, undÜZg Klafter weiter, an die achtfache Schleuse von Fonserane, die eine Länge vonigr Klafter einnimmt, 64 Fuß Z Zoll Gefalle hat, nnd vermittelst derselbenman die Höhe erreicht, auf und an welcher der Canal in einem lüivean bis zurSchleuse d'Argens, auf eine sehr künstliche Weise 27,Zgr Klafter, beynahe 6teutsche Mrilen lang, fortgeführt ist. Man hak fedoch beobachtet, daß wennzu Fonserane dir obern Schleusen geöffnet worden, das Wasser alhier 'sehrlangsam folget, weil es von dem häüstg in dem Waffer wachsenden Schilf undKraut sehr ausgehalten wird. Dieses Hinderniß wegzuräumen, hat man ver-schiedene Erfindungen gemacht, wo auf Schiffen, Sensen und Meffer in Bewe-gung gesetzt werden, die das Krank unter Wasser abschneiden. Ich glaube, daßdie gewöhnlichen Krautharken wurksameb' find, weil sie das Kraut mit sammtder Wurzel ausreisten.
Der berühmte Durchgang des Berges Enccrüue bey Malpas, liegt Z72ZKlafter von der besagten achtfachen Schleuse, und ist gg oder eigentlich gZ Klaf-ter lang, 19 Fust, ohne eine Bank von Z Fuß zu rechnen, breit und mit einemGewölbe gedeckt, dessen lMitte 22 Fuß höher als die Wasserffäche. An eini-gen Stellen liegt der Boden noch 40 Fuß über dem Gewölbe. Dieser Bergbestehet aus Tusstein oder einer Art weichem Stein, welchen mau hin und wie-der mit einem gemauerten Gewölbe von Quadersteinen, hat unterstützen müsse».Das Übrige, was dieses wichtige Werk betriff, übergehe ich hier, weil, wen»der Bau der unterirdischen Canäle abgehandelt wird, solches nachgehohlet wer-iden soll.