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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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107
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Beschreibung des Canals von Langncdoc. 107

!' Die Stadt Agde hat 7 - bis gooo Einwohner; liegt 2000 Klafter von derRundling des Herault-Flustes, welcher einen Hasen bildet, der von dem im^Üleere erbaueten Fort Breseou vertheidigt wird. Hier glaubten einige einenbessern Hasen, als der zu Cette, anlegen zu können. Die Häuser sind von einem

harten Stein gebauet, der viele Ähnlichkeit mit der Lava des Vesuvs hat.^ Meilen von da sendet man auch Prismen von Basalt.

Anderthalb Meilen von der runden Schleuse, kommt man über dem Fluß^ibron, der dem Canal seit langer Zeit, besonders bey seinem Anwachs, sehr be-schwerlich gewesen; indem er denselben auf eine halbe Meile versandete. Die-sem vorzubeugen, hat man 1767 eine besondere Erfindung angebracht, welcheWan das Floß von Libron nennt; und wovon demnächst weiter geredet wer-ben soll.

Die Schleuse von Portiragnes ist von dem Libron ZD6 Klafter entfernt,^hnerachtet der Ort, von welchem ste den Namen führet, jetzt 2 Meilen vornÄkeere abliegt, so hat man doch viele Vermuthung, daß alhier vor Zeiten einÄascn gewesen. Diese ganze Ebene ist morastig und den ÜberschwemmungenUnterworfen. Aber man hat alle die wilden Gewässer durch einem Nebengra-berr aufgefangen, der ste durch ein taubes Flußbette ins Meer ableitet.

Nachdem man noch 2 Schleusen yasstret, und einen Weg von 517g Klaf-ter zurückgelegt hat, kömmt man bey der rothen Brücke an dem Vrb-Fluß, wel-cher den Canal von Beziercö bey Agde mit Wüster verstehet. Ehe man denEingang des Canals in dem Qrb-Fluß erreicht, trist man zwey Stauschlensen6n, deren Thüren gegen den Vrb-Fluß steh stemmen, und einen Naum von HooKlafter lang zwischen steh lasten; damit die Schisse hier einen sichern Aufent-^alt stnden, wenn der Fluß angeschwollen ist. Auch bedient man steh derselben,^Mn nach den Überschwemmungen der Fluß niedrig ist, um den Canal vonbem während des hohen Wassers eingeführten Sand zu reinigen, und solchen inbeirr Fluß zu schwemmen.

Von der rothen Brücke gehet die Fahrt ^^6 Klafter lang in den Orb-8luß fort. Dieser Fluß, der Zo Klafter.breit ist, hat in seinem gewöhnlichen-^stände keine hinreichende Wastertiefe. Diese suchte man durch besondere kost-ete Vorrichtungen zu erlange» und zugleich andere Hindernisse wegzuräumen.

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