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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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Neunter Abschnitt.

Wie der würkliche Bau einer Schleuse anzuordnen und aus-zuführen ist.

§- iZo.

Ä)enn ein Bau, er sey groß oder klein und von welcher Art er wolle, ausg^führt Werden soll, so muß man sich einen Plan entwerfen, und die Ordnungbestimmen, nach welcher jeder Theil der Arbeit, in seiner natürlichen Folge vor-zunehmen, und wie derselbe, sowohl in Ansehung der Zeit, als auch in Rücksichtder Sparsamkeit, auszuführen ist. Besonders muß man dafür sorgen, daßArt Materialien, einige Zeit vor ihrem Gebrauch sich an dem Bauplätze best»*den, wo jeder ein besonderer Platz angewiesen wird, um sie in Ordnung nieder-zulegen. Zugleich müssen die Maschinen zum Wasserschöpfen, die Namirtt^Karren, Schippen und was dazu gehört, in völliger Bereitschaft seyn, datt>^aus Mangel des einen oder des andern, die Arbeit nie aufgehalten werde,eine Zeit verlohrm gehe, die, fürnemlich beym Wasserbau, sehr kostbar ist.

Es muß zum Aufbewahren der Dinge, die leicht schadhaft werden könnetund zum Aufenthalt der Aufseher des Baues, ein hölzerner Schoppen erbaN^und ein Behältniß davon abgeschoren werden, wo besonders die Risse zumder Schleuse aufbewahrt werden können. Diese Nisse müssen nach einemsiab, etwa 5 Fuß aus einem Zoll, gezeichnet, durch das Ansetzen mit Färbetjede Sache deutlich und in die Augen fallend, dargestellt und die Maßen bei-ss'schrieben seyn; damit man nicht nöthig habe, mit dem Zirkel solche abzunehw^Sie müssen aus den Grundrissen von jeder besondern Lage bestehen, und ench^