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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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Stauwerke des Orb-Flusses.

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Damit ste aber nickt wegschwimmen, so wird jeder durch eine Kette, an Tab.XIlwelcher ste angehangen sind, zurückgehalten, und legen stch an die Pfeiler, von^ Man sie leicht wieder wegnehmen und an ihrem Platz bringen kann, so bald^ erforderlich. So niedrig der Qrb-Fluß gewöhnlich, so ist er doch öfters^hr großen Überschwemmungen ausgesetzt, so daß auch dieser Grundabzug nichthinreicht, sondern das Wasser über dem Sraiidamrn auch abgelassen werden^"ß: und dieserwegen derselbe auch, wie Fig. 1. im Grundriß, und Fig. 2.

^Nd im Durchschnitt zu sehen, als ein Überfall erbauet, dessen Kappe nur roder Fuß höher, als das gewöhnliche Master des Flusses iss

Dieser Staudamm oder Überfall I- IVl, Friß lang, bey IVl 27Fuß, bey I. aber nur 22 Fuß, im Fundament breit, und wie der DurchschnittFig. 4. zeigt, ganz von Steinen ausgemauert, und I Fuß tiefer als das Bette^0 Flusses gegründet. . Von r ßeigt er stufenweise bis zum Kammstein O,

2 Fuß höher als der niedrigste Wasserstand des Flustes hinauf, und füllt vonin einer abhängenden Fläche bis s wieder herunter. Diese Höhe von 2^'"ß reicht aber nicht hin, nm die Schisse durch dem Fluß gehen zu lassen,deswegen man dann noch eine bewegliche Erhöhung angebracht hat, vermit-^' welcher das Wasser bis v, so viel aufgestauet werden kann, daß die Fahrt^ Fuß Tiefe erlanget. Diese Erhöhung bestehet darin, daß in dem Kammßeitt0 , oben ein Balke oder Schwelle heraus gelegt, die, wie Fig. 2. und ch^igk, ein ßarkes hölzernes Geländer trägt, und an welcher, 5 bis 6 Fuß^eite Stanladen mit Hespen und Gewinde zwar befestigt, aber dabey so be-^schlich sind, daß ße ausgestellt und niedergelassen werden können. FlN erstenFalle werden diese Stauladen, die von starken eichenen Bohlen zusammen ge-

setzt

stndj durch Streben I? unterstützt, die mit einem Ende an Ketten hangen,

""llt vorn Wasser nicht fortgeführt werden können. 2 lm Fuße des

öerss^ aus Rost und Pfähle ruhender Vorboden oder, Flußbette s t

starken Bohlen, an dessen äußersten Ende eins Kernwand x Heralis geschla-ist. Die Stanschleuse 6, durch welche die Schisse anS dem Fluß in demeingehen, dient fürnemlich diesen gegen die Überschwemmungen des Orb-"ssks zu schützen; weswegen dann auch die Thüren dagegen vorspringen, und,^ Seiten und lange Flügelmuttern a und k van beträchtlicher Höhe studss

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