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Zwölfter Abschnitt.
ab. XII. ter fortzusetzen, und solchen mit Wasser aus dem Orb-Fluß zu versehen. 3 ^dem gewöhnlichen Zustande hat dieser Fluß nicht die für die Canalschiffe erfor-derliche Wassertiese. Diese z n erhalten, legte man unterhalb der Roch^Brücke, zwischen lVl und I, einen Damm quer durch den Fluß, aber der Gra>^und Sand, welchen derselbe mit herunter brachte, häufte sich in Kurzem sovor diesem Damm an, daß die erlangte Tiefe dadurch bald wieder verlohren gieäö'Ttm solche wieder herzustellen, wurde der Damm von H bis I durchgestochnund alda ein Grundabzug von 6 Öffnungen angelegt, wovon jede 9 FliABreite hatte, und wodurch der Fluß bis zur nöthigen Höhe bey niedrig^Wasser aufgestauet werden konnte, und gab dem Strom, durch ein von ^Brücke Nwtre-Dame, schräg durch selbigen herunter gehendes Wehr Kdas mit der Wasserfläche gleich hoch war, die Richtung gegen diesen Grundszug kll, damit, wenn solcher geöffnet wurde, der Zug so stark sey, daß er diesesabgeschnittenen Raum, in welchem die Canalschisse herunter giengen, in gehörig^Tiefe erhielt, und Sand und Grand mit steh unken in dem Fluß fortführt
Wenn keine Schisse durchgehen, so bleibt der Grundabzug offen, undFluß behält, wegen der Mühlen, seinen natürlichen Lauf. Hingegen wirdchentlich, wenn sich einige Schiffe zum Durchgang versammelt haben, ni^allein der Grundabzug li I gesgerret, sondern auch auf dem Staudamme ÜVl ^eine bewegliche Erhöhung ausgerichtet, um das Wiaffer des Flusses auf,6Tiefe anzuschwellen. Beydes geschiehet auf eine Atzt, die zwar sehr künftigaber auch mit vieler Mühe begleitet ist.
Die Durchgänge des Abzugs II I, über welchen eine Fußbrücke liegt, di§theilweise weggenommen werden kann, werden mit eingelegten Balken geschiehsen, die ein nach dem andern, in die Falzen zweyer Schüttständer, die etw^aus der Mauer hervor treten, herunter gelassen werden. Der eine dieser Stä"'der stehet fest in der Mauer, der zweyte ist aber, gleich den Drehständern ^Schleusen, um seine Atze beweglich. Wenn gestauet werden soll, so wird ei>^Strebe dahinter gebracht, damit er in der Stellung bleibt, ,nm die einzuleg^den Balken fest zu halten. Soll das Wasser wieder ablausen, so schlägt tä^die Streben eines jeden Durchlasses heraus, der Druck des, Wassers, gegen ^horizontale Balken, drehet den Ständer herum, und jene fliegen zugleich