Buch 
Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
Entstehung
Seite
240
JPEG-Download
 

-Ho Dreyzchnter Abschnitt.

. XI. werde. Vom ersteren stttdet sich Tab. XI. Figi der etwas perspeckivl'sch^Grundriß, von welchem der Herr dc la Lande sagt: Oberhalb Toumazes, w»»an der Stelle, wo der Zulcitnngsgraben in der Ebene, durch den kleinen Sk-Felix-Bach durchschnitten wurde, ein Überfall; aber an besten Stelle hat tt>a»für diesem und dem Fondret-Bach, hölzerne Brücken a über dem Grabenbanct, die mit erhöhctcn Brustlehnen b> an beiden Seiten versehen sind, ül'^und zwischen welchen bey entstehenden Gewittern, diese Flüste ablaufen, und s§wenig den Znleitungsgraben überschwemmen, als untief machen können.. Brachder Zeichnung scheint es zwar, daß das Nlauerwerk nur aus vier Pfeiler»oder vielmehr Würfeln o bestehe, in welche die Brustlehnen d befestigt st»d-Vermuthlich ist aber hier eine Vorsehmaner an beiden Seiten, auf welch?»die Brückenbalken aufliegen. Die Bohlen, womit solche belegt stirb, mchchlwenigstens Z Zoll dick von Eichenholz und gut kalfatert fegn, damit das W»I^fer nicht durchdrungen kann. Dieses kleine Beyspiel kann schwerlich bey Can^len und beträchtlichen Bächen, aber wohl bey andern Gelegen!,citcn Anwendn»!!finden. Bey Eanälen würde erfordert lvcrden, daß der Unterscheid der Dd»sferspiegel des Flusses und des Canals, rvenigstens 10 Fuß betrüge, damit ni>^der Brücke noch 6 Fuß Hohe für beladene Schiffe bleibe, und wenn matt ^Fuß für dem Boden der Brücke rechnet, so würde für die Wasser tiefe des h^'überlaufenden Flusses nur noch 2^ Fuß übrig seyn. Ferner würde der 6 »'nal da, wo die Brücke liegen soll, auf ig oder 20 Fuß eingeschränkt, undbeiden Seiten gute Widerlagen mit ziemlich langen Flügeln angelegt werd?''müssen. Alles dieses läßt sich immer machen, nur bleibt die Frage übrig,hin wird der Fluß abgeleitet, wenn diese Brücke, die doch ihres Matcti»^Wegen, sehr vergänglich ist, einer Ausbesserung bedarf, oder wenigstens in Ä»^hung ihres Holzwerks, neu erbauet werden muß? And diese ist schwer zu be»»^Worten, indem man fast voraussehen kann, daß dieser Übergang gewählt ist, ^kein anderer möglich war. FH11 in dem Canal, während dieser Zeit eint??^zu lasten, würde zwar nicht rakhsam, aber doch das einzige Mittel, und ^allen den Beschwerden, welche man zu vermeiden suchte, begleitet seyn.